Archiv für das Jahr: 2015

Sammlung Rischart: Kunst in der Backstube
28. November 2015

Rischart, wo’s duftet und schmeckt. Die Familie Müller-Rischart ist aber nicht nur bekannt durch köstliche Backwaren und leckere Torten, sondern engagiert sich auch seit vielen Jahren für Zeitgenössische Kunst. Erst im Juli waren wir mit dem Kunstclub13 bei der von ihnen inszenierten Ausstellung WARTE.ZEIT im Münchener Hauptbahnhof. Im Abstand von 2-3 Jahren gibt es die Projekte Kunst im öffentlichen Raum. Die Ausstellung vor 2 Jahren war im Alten Botanischen Garten.

Natürlich sammelt die Familie auch Kunst und selbst in der Backstube hängt Kunst. Und da gingen wir zusammen hin und ließen alle 5 Sinne anregen. Die Führung begleitete Katharina Keller, die auch schon die Ausstellung im Bahnhof kuratiert hatte. Ein besonderes Schmankerl am Samstag vor dem 1. Advent. Gerhard und Magnus Müller-Rischart begleiteten unsere Gruppe. Zum Abschluss gab’s in der Kantine noch reichlich Verpflegung und eine angeregte Diskussion.

Montagsrunde: Kunst sammeln – was, wer, warum und wie?
9. November 2015

Die letzte Montagsrunde des Kunstclub13 in diesem Jahr widmete sich dem Thema „Kunst sammeln“. Was gibt es für Sammler- und Sammlungstypen und seit wann? Wie wird man ein Sammler? Wie gehe ich am besten vor, was gibt es für Strategien? Wo kaufe ich und wo informiere ich mich über den Markt? Und vor allem: warum überhaupt sollte ich Kunst nicht nur ansehen, sondern auch sammeln?

Diese Fragen erörterten die Kunstclub-Vorstände Susanna Ott und Arnold Lösler mit den Sammlern Ralph Senft (München) und Andreas Wittmann (Tongewölbe T25, Ingolstadt) sowie im Rahmen einer angeregten Diskussion mit den rund 25 Gästen.

Nach einer Einführung von Susanna Ott zur Geschichte des Kunstsammelns stellte Arnold Lösler zunächst seine „10 goldenen Regeln des Kunstsammelns“ auf. Dabei wurden bereits die Themen der anschließenden Podiumsdiskussion deutlich: Für den privaten Sammler von Gegenwartskunst steht weniger eine strenge Systematik oder spekulative Erwägungen zu etwaigen Wertsteigerungen im Vordergrund. Vielmehr ist der persönliche Zugang zur Kunst ausschlaggebend, wobei alle anwesenden Sammler ihr persönliches Sammlungsprofil über viele Jahre fortwährend weiterentwickelt haben.

Der eine oder andere Fehler mag dabei nicht ausgeblieben sein, verliert aber im Rückblick an Bedeutung gegenüber dem ideellen Gewinn durch das tägliche Leben mit den Kunstwerken. Auch restauratorische Fragen spielen eine eher untergeordnete Rolle, denn die Werke sollen im privaten Umfeld der Sammler zu sehen und zu erleben sein. Es besteht Einigkeit darüber, dass es keine festen Kriterien dafür gibt, welches Werk „gut“ ist und in die Sammlung passt. Die beste Schule besteht darin, das Auge und den Geist bei so vielen Gelegenheiten wie möglich zu schärfen – ein guter Grund, Mitglied im Kunstclub13 zu bleiben oder noch zu werden!

Finissage „Dual Use“ in der Platform
28. Oktober 2015

Was für ein schöner Abschluss der Ausstellung unseres diesjährigen Preisträgers Franz Wanner, die seit dem 02. Oktober in der PLATFORM läuft. Über 35 Gäste, auch 2 Juroren, waren zur Finissage gekommen.

Im Künstlergespräch diskutierte die PLATFORM-Mitarbeiterin Radmila Kristajic mit Franz Wanner die in seiner Ausstellung bezüglich des Begriffs Dual-Use* aufgeworfenen Fragen: Wie werden Interessen formuliert? Wie werden Entscheidungen getroffen? Wie entsteht Wirklichkeit zwischen konventioneller Vereinnahmung und subjektiver Gegenwehr?

Nach dem Künstlergespräch realisierte der Münchner Nando Schneider eine Soundperformance, die in unmittelbarem Bezug zu Franz Wanners Videoarbeit steht. Die Filme des Videokreises werden algorithmisiert und als Datensätze an die Wand geworfen. Damit wird das Grundrauschen der „Weltverzweiflungsmaschine“ (Wanner) hörbar – der Soundtrack einer militarisierten Massenkultur, die dieses Störgeräusch nicht mehr wahrnimmt.

Franz Wanner nahm mit seiner Ausstellung den Begriff Dual-Use* in den Fokus. Ein Hyper-Raum aus materiellen und symbolischen Elementen erzeugt einen Bild-im-Bild-Effekt. Die Dualität des Begriffs wird kopiert und virtuell zerfächert. Sprengstoffforscher, Kampfmodels und Terrormanager schließen sich kurz und bedienen in einem Videokreis gemeinsam die Weltverzweiflungsmaschine.

*Dual-Use Definition:

Produkte und Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Rüstungsgüter, die nicht als solche deklariert werden, um Exportverordnungen zu umgehen. Wissenschaft und Forschung, die zum Wohl der Menschheit betrieben wird, in den falschen Händen (also nicht den eigenen), aber zur Katastrophe führt. Gesellschaftlich internierte Form der Schizophrenie, die einen Mangel an Vertrauen in das eigene Interesse voraussetzt und partitionierte Persönlichkeiten hervorruft.

Vielen Dank an das PLATFORM Team für die gute Zusammenarbeit und für Franz weiterhin Erfolg und Sichtbarkeit.

Besuch von „Euroboden Positionen“ im Hochbunker
28. Oktober 2015

Was für ein Erlebnis. Ende des Krieges gab es 40 Hochbunker in München. Wo die alle stehen oder standen ist eine gesonderte Recherche. Aber dieser, durch Euroboden umgebaute Bunker an der Ungererstraße, ist ein besonderes Schmuckstück geworden. Er beherbergt ein Büro, 3 Wohnungen, ein Penthouse und eben den Kunstraum EUROBODEN Positionen.

Nina Pettinato, die Leiterin dieses Bereiches, führte uns durch die aktuelle Ausstellung „Die Innenwelt der Außenwelt“.

Die von Sandra Oehy und Alex Lehnerer kuratierte Ausstellung zeigt eine Präsentation von künstlerischen Aneignungen und Kollaborationen, die im Rahmen des Projektes „Bungalow Germania“ – dem deutschen Beitrag der 14. Internationalen Architekturbiennale Venedig 2014 – und der damit verbundenen Recherche entstanden sind. Im Rahmen der Ausstellung in den EUROBODEN POSITIONEN werden Arbeiten von Quinn Latimer, William Forsythe, Armin Linke, Bas Princen, Kaufmann & Gehring und Ciriacidis Lehnerer Architekten vorgestellt.

Die Ausstellung läuft noch bis Ende November und es lohnt sich zu einer der angebotenen Führungen anzumelden.

Der Kunstraum EUROBODEN POSITIONEN ist eine neue Initiative des Unternehmers Stefan F. Höglmaier, der mit Ausstellungen, Workshops und einem begleitenden Vortragsprogramm, welches in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut entwickelt wird, eine neue Plattform schafft, um mit interdisziplinären Debatten neue Akzente im Bereich Kunst und Architektur zu setzen. Wir werden es gespannt verfolgen, welche zukünftigen Pläne realisiert werden. Auf jeden Fall ist ein interessanter, neuer Ort in München entstanden. Und die Führung durch Nina Pettinato war sehr informativ und anschaulich. Herzlichen Dank an unser Kunstclub13 Mitglied.

Ausführliche Informationen zum Ausstellungskonzept sowie zu den teilnehmenden Künstlern sind zu finden unter www.euroboden-positionen.de.

„Zimmer frei“ im Hotel Mariandl
15. Oktober 2015
Zimmer Frei

Die Kunsthistorikerinnen Maresa Bucher und Hilke Bode führten uns durch diese temporäre Ausstellung im Hotel Mariandl, kuratiert von Mehmet Dayi. Seit 15 Jahren stellt das Hotel in der Goethestraße für einen begrenzten Zeitraum nach dem Oktoberfest seine Räume für Kunstprojekte zur Verfügung.

Das Künstlerprojekt ZIMMERFREI ist seit 1999 zu einem beliebten Bestandteil der Münchner Ausstellungsszene herangewachsen. Jedes Jahr nach dem Oktoberfest beziehen Münchner KünstlerInnen mit internationalem Background Zimmer auf zwei Etagen und bringen für eine Woche den Hotelalltag durcheinander. Sie setzen sich mit den Räumlichkeiten und der Atmosphäre des Hotels auseinander, entwickeln Geschichten, Inszenierungen, situative Experimente, Performances, Videoarbeiten und vieles mehr.

Der Erfolg beruht sowohl auf der großen Gestaltungsfreude der Künstler in außergewöhnlichem Ambiente – jeder Künstler hat ein Hotelzimmer für sich und darf dort auch wohnen – als auch auf der guten Zusammenarbeit des Kulturreferates der Landeshauptstadt München mit dem Hotel Mariandl.

Beteiligte Künstler:
Simone Kessler / Johannes Evers / An Laphan / Bianca Patricia / Federico Delfrati / Timur Lukas / Lenka Richterová / Mari Iwamoto / Despo Sophocleous / Johannes Karl / Julia Pfaller / Moritz Kipphardt / Anton Bošnjak / Gülbin Ünlü.

Montagsrunde „Fälschungen in der Kunst“
21. September 2015

Nicht wie üblich in der Reitschule, sondern als Gast beim Münchner Auktionshaus Karl & Faber  traf sich die „Montagsrunde“ des Kunstclub13 am 21. September 2015. Dr. Rupert Keim, Geschäftsführender Gesellschafter des Hauses, sprach über „Fälschungen in der Kunst“, ein Thema, das nicht nur für aktive und angehende Kunstsammler höchst interessant sein dürfte. Wo trifft man auf Fälschungen, wo kommen sie her, wie lassen sie sich enttarnen und wie kann man sich schützen? Viel Spannendes und Interessantes konnte der Auktionator zu diesem Thema auch aus seiner professionellen Erfahrung berichten. Gleichzeitig fand in den Räumen des Auktionshauses ein Ausstellungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Galerie Fred Jahn statt, welches die Teilnehmer dieser Montagsrunde ebenfalls besuchen konnten.

Galerietour im Gärtnerplatzviertel zur Open Art 2015
12. September 2015

Auch dieses Jahr veranstalteten wir zum Open Art Galeriewochenende eine Tour. Diesmal knöpfen wir uns das trendige Gärtnerplatzviertel vor, wo eine Reihe profilierter Münchner Galerien ihren Sitz haben. Rund 30 Teilnehmer waren dabei. Unsere Tour schloss folgende Galerien ein: Galerie Flash – Galerie Jörg Heitsch –  Galerie Matthias Jahn – Galerie Karl Pfefferle – Galerie Nicole Gnesa.  Zum Ausklang gab es ein Get-Together in der Bistro-Bar „Fei Scho“.

Besuch in den Domagkateliers
22. August 2015

Das Gelände der alten Funkkaserne ist nicht wiederzuerkennen. 1.600 Wohnungen werden gerade gebaut. Allein noch „Haus 50“, von der Stadt für über 5 Mio. renoviert, bietet Kunstschaffenden einen Raum. Für 100 Ateliers wurden 5 Jahresverträge abgeschlossen. Unser diesjähriger Publikumspreisträger, Korbinian Jaud, empfing 20 Mitglieder und Gäste und führte uns zu sehr interessanten Positionen.

Die Oma von Matthias Hirtreiter in der Rakete ist auch wieder in seinem Atelier gelandet. Vor kurzem stand sie noch in der Rathausgalerie. Seine Keramikarbeiten sind voller Anspielungen auf seine katholische Herkunft in Niederbayern.

Außergewöhnliche Fotografien waren bei Ben Goosens zu sehen. Er baut u.a. gespenstische, kafkaeske Räume, die er dann fotografiert und als Leuchtkästen präsentiert.

Das nächste Schwergewicht war Nico Kiese, seine Bronzen und Skulpturen kann man zum Klingen bringen, man muß sich nur die Hand reichen und damit die drahtlose Verbindung herstellen. Daniel Engelbert arbeitet mit „armen Materialien“, Dämmstoffe, Bauschaum und die Kompositionen bekommen einen kargen Reiz.

Natürlich waren wir zum Schluß auch noch bei Korbinian. Er bereitet gerade seine Ausstellung im Herbst in den Kunstarkaden vor. Künstliche Intelligenz in der Kunst und in seinen Figuren, man darf gespannt sein.

Zum Ausklang gab es noch ein gemütliches Bier im „Vorgarten“ von Haus 50. Dort ist der alte Charme erhalten geblieben.

Heiße Führung durch die Akademie zur Jahresausstellung
18. Juli 2015

Das war wohl die heißeste Akademietour unserer Historie. Christian Hartard und Jonathan Drews hatten ein abwechslungsreiches Programm in der Sommerausstellung vorbereitet. Warum im Treppenaufgang ein durchgeknallter Künstler die Wand aufgehämmert hatte, wußte niemand zu erklären. Das war wohl einfach nur Sachbeschädigung. In der ehemaligen Förg-Klasse, die jetzt von Matthias Dornfeld geleitet wird, beeindruckte Kristina Schmidt mit einer Klang und Malerei Installation. Auch Philipp Stähle bot neben Malerei eine Skulpturenarbeit. Anne Pfeifer, Klasse Jorinde Voigt, bot einen sehens- und hörenswerten Klangkörper „Ceremony“. Und wie bekam Marco Miehling der Metallblock so kalt? Bei der Hitze verlockte es zum Hinsetzen.

Aus der Klasse von Pia Fries erweiterte Dana Greiner den Malereibegriff um großen Formen- und Farbenvielfalt. Studenten der Klasse Ingold hatten eine aktive Baustelle mit großem Gerüst eingerichtet, komisch, lustig, absurd und lautes Getröte. Bei Florian Hut und Josef Wandinger aus der Klasse von Olaf Metzel wurde es politisch: Fotografische Reflektionen des G7-Gipfels in Schloss Elmau und zusammen gebundene Pflastersteine. Keine Ahnung, ob die zum Werfen gedacht waren. Eine Gemeinschaftsarbeit der Klassen Hien und Schneider, präsentiert durch Michael Schmidt und Melina Hennikes, war eine intime und stille Wohnsituation. Beklemmend, und doch wurde man neugierig hinein gezogen. Vielen Dank an Christian und Jonathan für die abwechslungsreiche und kompetente Reise durch die AdbK. Eine kleine Gruppe hat dann noch mit Frank Balve in seiner Installation im Erdgeschoss diskutiert. Wie immer bei Frank ist alles etwas größer – unterhaltsam war es allemal.

WARTE ZEIT – Kunst im Hauptbahnhof München
8. Juli 2015
WARTE ZEIT

Der Kunstclub13 organisierte eine Führung durch die Ausstellung „Warte.Zeit“ im Münchner Hauptbahnhof nur einen Tag nach der Eröffnung. Die Führung übernahm Katharina Keller, Kuratorin der Ausstellung.

Beim 13. RischArt_Projekt setzen sich 10 künstlerische Positionen mit der Erfahrung des Wartens und der Zeit auseinander. Sie umkreisen das Thema auf vielschichtige Weise und in den unterschiedlichsten künstlerischen Medien wie Installationen, Interaktionen, Video, Performances und einer eigens für das Projekt produzierten App.

Der Bahnhof als räumlicher Ort nimmt dabei eine zentrale Rolle ein: er ist Weltbühne, Transitort, Ziel oder Ausgangspunkt von Reisenden. Damit eng verbunden ist das Warten. Was löst Warten in mir aus? Wie gehe ich mit meiner Zeit um? Jeder kennt das Gefühl, das sich jedoch – je nach Situation des Wartens – immer wieder neu darstellt.

Das Warten verfügt über verschiedenste Facetten und impliziert viele positive Aspekte, wie das romantische Warten. Warten ist kreativ, ein Lernprozess, der die Sinne für die Wahrnehmung des eigenen Ichs und der räumlichen Umgebung sensibilisiert.  Zeit ist dadurch neu und anders erfahrbar, besonders vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, in der nicht Geld sondern Zeit die eigentliche Währung zu sein scheint.

Für zwei Wochen soll am Münchner Hauptbahnhof ein sozialer Raum entstehen, ein Ort der Inspiration und Kommunikation. Gleichzeitig ist die Ausstellung ein Angebot an Wartende, die Zeit für eine individuelle Begegnung mit den Kunstwerken zu nutzen.

Künstler: Dörthe Bäumer, Matthias Beckmann, Willi Dorner, Ute Heim, Franziska und Sophia Hoffmann, LIGNA, Wolfgang Stehle, Clea Stracke + Verena Seibt, Veronika Veit, Doris Weinberger

Dauer der Ausstellung: 07. bis 19. Juli 2015, täglich 10.00 – 20.00 Uhr

Initiatoren: Gerhard Müller-Rischart, Magnus Müller-Rischart

Montagsrunde II/15: Einblicke ins neue Münchner Kreativquartier
15. Juni 2015
Montagsrunde-Kreativquartier

Die Montagsrunde verließ zum ersten Mal das Café Reitschule und widmete sich dem Kreativquartier an der Dachauer Straße. Im Sommer 2012 hat der Kunstclub13 das Gelände anlässlich seiner „NeuEröffnung“ besucht. Inzwischen hat sich dort eine lebendige Kunst- und Kreativszene entwickelt, die die Stadt in ihre Planungen für ein „urbanes Stadtquartier“ an diesem Ort einbeziehen möchte.

Wir wollten wissen, wie es mit diesem zur Zeit spannendsten Kunst-Areal Münchens weitergeht. Welche Künstler und Kulturinstitutionen haben sich angesiedelt? Wie weit sind städtebauliche und kulturpolitische Umplanung gediehen? Welche Kunstprojekte laufen derzeit? Besitzt das Gelände eine Organisationsform? Wenn ja, welche?

Nach einem Imbiss in der Import Export Kantine vor Ort wurden wir über das Gelände geführt. Im Anschluss berichteten Protagonisten des Kreativquartiers sowie ein Vertreter des Kulturreferats im Rahmen einer Gesprächsrunde in der Halle6 vom Status Quo und warfen einen Blick in die Zukunft.

Und der Sieger ist… Jurysitzung für den Kunstpreis 2015 in der Platform
Kunstpreis 2015

In einem öffentlichen Verfahren präsentierten am 10. Juni fünf nominierte junge Künstler_innen vor einer Jury und der Öffentlichkeit ihre Konzepte für den Kunsstclub13 Förderpreis, der eine Ausstellung in der Halle der PLATFORM beinhaltet. Während die Jury anschließend den offiziellen Gewinner ermittelte, eröffnete sich dem Publikum die Möglichkeit, bei Drinks und Snacks mit den Künstler_innen ins Gespräch zu kommen – und einen Publikumsfavoriten zu bestimmen. Zum Abschluss des Abends wurde der Gewinner, dessen Ausstellung im Herbst in der Halle der PLATFORM realisiert wird, bekannt gegeben: Franz Wanner. Den Publikumspreis holte Korbinian Jaud. Siehe Kunstpreis.

Kunstclub13 in der Ausstellung „18 Jahre Weltraum“ in der Rathausgalerie
10. Mai 2015
WELTRAUM grün - Foto Falk von Schönfels

An diesem Sonntag Nachmittag (Muttertag!) bot der Kunstklub13 eine Führung durch die Ausstellung des Off-Space „Weltraum“ in der Rathausgalerie an. Dies war nur das erste Wochenende von insgesamt sechs Ausstellungszyklen . Die Führung erfolgte durch Maresa Bucher und
Tina Hudelmaier, die Organisatorinnen der Ausstellung. Rudolf Maximilian Becker, langjähriger Leiter des Weltraum, stieß ebenfalls zu unserer Gruppe. Die Ausstellung bietet eine Hommage an 18 Jahre Ausstellungsgeschichte sowie einen Querschnitt durch die insgesamt 1.500 Künstler, die bisher im Weltraum ausgestellt haben.

Besuch in der lothringer13
23. April 2015
lothringer13 Remote Control II

Am 23. April statteten wir mit rund 20 Teilnehmern der lothringer13 in Haidhausen einen Besuch ab. (Der Kunstclub13 war früher der Freundeskreis der lothringer13). Wir erhielten eine Führung durch die aktuelle Ausstellung On Remote Control, Teil II und sprachen mit den neuen Kuratoren Dana Weschke und Jörg Koopmann über ihr Konzept und ihre Pläne für die Ausstellungshalle.

In einer neuen Zusammenstellung von acht Künstlerinnen und Künstlern dem widmet sich die aktuelle Ausstellung wieder dem arabischen Raum, um die Vielschichtigkeit des Themas weiter auszuarbeiten und neue Aspekte, Positionen und Regionen in den Vordergrund zu stellen. Beteiligte Künstler sind Luis Berríos-Negrón, Thomas Galler, Oliver Hartung, Eric van Hove, Philipp Messner, Andreas Neumeister, Nira Pereg und Sharon Ya’ari. Die Ausstellung geht noch bis 14. Juni.

Ein heißer Abend – Besuch in der Kunstgießerei München
10. März 2015

Rund 30 Teilnehmer erlebten einen exklusiven Abend mit Schauguss bei Hassan Göktepe und seinen beiden Söhnen in der Kunstgießerei München. Die Gießerei befindet sich seit über 100 Jahren im Herzen Münchens und arbeitet seit dieser Zeit praktisch unverändert im Rückgebäude eines Münchner Mietshauses. Im ersten Raum, der Wachserei, spürte man sofort die besondere Atmosphäre, die in der Werkstatt herrscht. Hier sind Kunst und Handwerk untrennbar miteinander verbunden. Hier demonstrierte uns Aslan Göktepe die Vorbereitungsarbeiten für den Guss . Danach wurde es in der Werkstatt richtig heiß: Die auf ca. 1300 Grad erhitzte Bronze wurde in die präparierten Formen gegossen. Der Abend fand seinen Abschluss in der zum Betrieb gehörenden Galerie und beim anschließenden Get-Together einiger Teilnehmer.

Montagsrunde mit Thomas Weil: Die Geschichte des Ornaments in der Kunst
9. März 2015

Nachdem die Ornamentik in Avantgarde und Moderne ein Schattendasein führte, erleben ornamentale Lösungen in Design, Kunst und Architektur der Gegenwart eine Renaissance. Thomas Weil, Jahrgang 1944, arbeitet seit den 70er Jahren intensiv an der Analyse geometrischer Ordnung in Kunst-, Architektur-, und Designornamentik. Neben seiner Tätigkeit als Künstler und Architekt  veröffentlichte er mehrere theoretische Schriften. Bei den rund 40 Teilnehmern wurde ein neues Bewusstsein geweckt, Ornamentik in der Kunst zu betrachten. Wir erlebten einen anregenden Vortrag und eine engagierte Diskussion zum Thema.

Galerietour in der Maxvorstadt
14. Februar 2015
Kunstclub13 Galerietour Feb 15

Mit rund 30 Teilnehmern besuchten wir am Nachmittag des 14. Februar 2015 drei Galerien in der Münchner Maxvorstadt: Rüdiger Schöttle (Rodney Graham und Chen Wei), Barbara Gross (Louise Bourgeois, Maria Lassnig und Nancy Spero) und Thomas Modern (Rebecca Horn). Die GaleristInnen erklärten uns ihre jeweiligen Positionen.

Führung durch die Diplomausstellung in der Akademie
31. Januar 2015

Auch dieses Jahr war der Kunstclub13 auf der Diplomausstellung in der Akadamie der Bildenden Künste München präsent. Rund 50 Kunstinteressierte folgten dem Ruf, so dass wir die Gruppe in zwei teilen mussten. Die Führung übernahmen Verena Seibt und Christian Hartard, die beide selbst an der ADBK studierten und sich daher bestens auskennen. Die besuchten Stationen waren u.a.: Sofia Süßmilch, Sebastian Gumpinger, Thomas Silberhorn, Fumie Ogura und Uli Ball.