Besuch in den Domagkateliers

Das Gelände der alten Funkkaserne ist nicht wiederzuerkennen. 1.600 Wohnungen werden gerade gebaut. Allein noch „Haus 50“, von der Stadt für über 5 Mio. renoviert, bietet Kunstschaffenden einen Raum. Für 100 Ateliers wurden 5 Jahresverträge abgeschlossen. Unser diesjähriger Publikumspreisträger, Korbinian Jaud, empfing 20 Mitglieder und Gäste und führte uns zu sehr interessanten Positionen.

Die Oma von Matthias Hirtreiter in der Rakete ist auch wieder in seinem Atelier gelandet. Vor kurzem stand sie noch in der Rathausgalerie. Seine Keramikarbeiten sind voller Anspielungen auf seine katholische Herkunft in Niederbayern.

Außergewöhnliche Fotografien waren bei Ben Goosens zu sehen. Er baut u.a. gespenstische, kafkaeske Räume, die er dann fotografiert und als Leuchtkästen präsentiert.

Das nächste Schwergewicht war Nico Kiese, seine Bronzen und Skulpturen kann man zum Klingen bringen, man muß sich nur die Hand reichen und damit die drahtlose Verbindung herstellen. Daniel Engelbert arbeitet mit „armen Materialien“, Dämmstoffe, Bauschaum und die Kompositionen bekommen einen kargen Reiz.

Natürlich waren wir zum Schluß auch noch bei Korbinian. Er bereitet gerade seine Ausstellung im Herbst in den Kunstarkaden vor. Künstliche Intelligenz in der Kunst und in seinen Figuren, man darf gespannt sein.

Zum Ausklang gab es noch ein gemütliches Bier im „Vorgarten“ von Haus 50. Dort ist der alte Charme erhalten geblieben.