Kunst im Bau der Allianz Versicherung / Hauptverwaltung

„Kunst verbindet“ heißt die Broschüre, die wir 32 Gäste am Ende der spannenden Führung von Sabine Möhle bekamen.

Und das kann man geografisch nehmen. Ein verschachtelter Gebäudekomplex ganz unterschiedlicher Stilrichtungen, der sich vom Rande des Englischen Gartens, der Königinstraße, über die Kaulbachstraße bis hin zur Leopoldstraße zieht.

Das Verbindende ist ein unterirdischer Gang und die über 800 Meter markierenden Elemente sind Arbeiten zeitgenössischer Künstler. Die Kunstwerke, welche die aneinandergreifenden Hallen, Passagen, Tunnel und Treppenhäuser akzentuieren, bieten nicht nur Orientierungs- und Unterscheidungshilfen. Sie stehen auch für die Werte und gesellschaftlichen Bezugspunkte des Unternehmens. Von der Leopoldstraße kommend sind es die Wandarbeit von Thomas Eller und der Leuchtkassten „New York“ von Dieter Rehm. Die drei großen Fotoarbeiten von Andreas Gursky fragen nach Dynamik, Spannungen und Strukturen des täglichen Lebens. Das Münchener Duo Brunner / Ritz schafft ein beeindruckendes Raumerlebnis aus Licht, Farbe und Klang. In der Kaulbachstraße kommt man kurz nach oben und wird empfangen von Arbeiten von Daniel Buren und der Außenarbeit „5 Gefäße“ von Eugenie Hinrichs. Farbe, Licht und Perspektiven, Arbeiten von Sabine Funke, Hans Jörg Wiegner und die 22-teilige Arbeit „conversation Piece“ im Restaurantbereich von Juan Munoz muss man einfach gesehen haben.

Ein beliebter Treffpunkt der Kollegen ist die Dartscheibe, die natürlich nicht so heißt, von Ekrem Yalcindag. Bevor man in den denkmalgeschützen A-Bau kommt, nehmen Stefanie Zoche und Sabine Haubitz Elemente der vorhandenen Architektur auf und schaffen eine überraschende Arbeit, die alles auf den Kopf stellt, was man über perspektivische Raumkonstruktionen zu wissen meinte. In der Broschüre heißt es dann zum Schluss: „Die Welt durch eine andere Brille sehen, Bekanntes in Frage stellen, die Wahrnehmung schärfen – wenn es der Kunst gelingt, zu neuen Sichtweisen anzuregen, ist viel erreicht.“

Wie wahr, vielen Dank an Sabine Möhle.