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27.07.2019 | Jahresausstellung AdBK und zweiter Teil der Diplomausstellung
27. Juli 2019
Akademie München

Heiß war es, sehr heiß, und die vorbereitete Tour bot zwar keine Abkühlung, aber interessante und abwechslungsreiche Einblicke in das Schaffen junger Künstler.

Das Diorama der Klasse Pitz reflektiert die Situation der Jahresausstellung. Die Besuchenden kommen, um Entwicklungen, Prozess an der Akademie zu sehen, mitzuerleben – aus Schaulust. Studierende präsentieren ihre Arbeiten einem Publikum, jede*r in eigener Weise, und beobachten genau die Reaktionen. Die Akademie wird für ein paar Tage zum Ort der Präsentation der Produktion der Studierenden, anstatt ein Ort des Produzierens zu sein. Die Rolle der Arbeiten der Studierenden ändert sich, genauso wie soziale Dynamiken. Die Akademie wird durch die Jahresausstellung in einen für diesen Ort der Lehre, des Experiments und der Produktion artifiziellen Zustand versetzt. Den Kunstmarktindex „Die Stars von morgen“ hat sich Florian Huth, aus der Klasse von Olaf Metzel, als Grundlage für seine Diplomarbeit genommen. Er hat Arbeiten von Künstlern, die vor ihm auf der Liste stehen, im Internet gesucht, sie nachgemacht und stellt somit den Kult der Originalität in Frage. Sind wir nicht alle igendwie Kopisten?

Lilian Robl, aus der Klasse von Alexandra Bircken, ist bekannt durch Arbeiten, die sich mit Sprache und Worten beschäftigen. Ihre Diplomarbeit ist ein Video in dem sie das Wort „kippen“ seziert. Wenn man sagt, etwas stehe auf der Kippe, ist damit der Zustand zwischen Ruhen und Fallen gemeint, wobei das Fallen die wahrscheinlichere Option ist. Bei Lilian kippte sogar die Bank im Raum.

Die Klasse von Julian Rosenfeldt blickt aus dem Jahr 4589 zurück in unsere Ist-Zeit. Die Archäologen entdecken dann recht lustige Dinge, u.a. eine Parfümflasche von Rudolph Moshammer und ein @-Zeichen.

Die Klasse des ehemaligen Professors Jean Marc Bustamente lebt seit Jahren von nur temporär gelöster Professorennachfolge. Mit einem 1-Jahresvertrag wird die Klasse jetzt von der Künstlerin Anna McCarthy, unserer Förderpreisträgerin von 2014, und dem Künstler Andreas Chwatal betreut. Jacob Gilg stellte uns seine Arbeiten und die der Malerklasse vor.

Wie der Name schon sagt: Der Kolosssaal ist tatsächlich ein Koloss von einem Saal. Die Studierenden der Klasse von Alexandra Bircken haben die große Herausforderung angenommen, diesen schwer zu gestaltenden Raum mit ihren Arbeiten zu bändigen. Und sie haben die Aufgabe als Team mit Bravour gelöst. Eine mit dem 3D-Drucker entstandene engelhafte Skulptur von Alexander Scharf bespielt zusammen mit seiner noch nicht abgeschlossenen Videoarbeit die kapellenartige Apsis des Raumes. Sophia Mainka verbindet sperrige Metallobjekte, die dem Fitness-/Wellness-Bereich entnommen scheinen mit ihrem Video, welches mit seinen körperbezogenen Sequenzen thematisch daran anschließt. Und Nikolai Gümbel gelingt es sehr gut, die Höhe des Raumes durch eine geradezu elgante Setzung mit zwei voreinander schwebenden Bannern künstlerisch und kunstvoll zu beherrschen.

Zum Abschluss gab es noch den preisgekrönten und sehr sehenswerten Film von Paul Valentin.

Die Sorge der Stellenbesetzung zog sich durch jedes Gespräch. Jorinde Voigt geht, wer kommt danach? Olaf Metzel ist aus Altersgründen schon ausgeschieden. Wer kommt danach? Bustamante – Wie geht es weiter mit der Klasse? Neben dem sehr warmen Wetter waren das für viele Studierende die heißen Fragen.

Führung durch die Jahresausstellung 2017 in der Akademie
29. Juli 2017
AdBK München Jahresausstellung

Auch im Juli 2017 boten wir eine Führung durch die Jahresakademie der Akademie der Bildenden Künste München an. Vorbereitung und Führung erfolgen diesmal durch die Vorstandsmitglieder des Kunstclub13 Dr. Susanna Ott, Hans-Joachim Heins und Dr. Arnold Lösler mit Unterstützung von Angelika Stiegler von der AdBK.

Folgende Positionen wurden besucht:

  • Shriley Cambonie „À la mémoire“ (Klasse Pitz, Fassade) * Preis des Akademievereins 2017
  • Klasse Rosefeldt „Utopium“ (Bibliothek, Litfaßsäule: Installationen und Performanceprogramm) *Preis des Akademievereins 2017
  • Klasse Hildebrandt VIP Raum
  • Stela Vula (Klasse Huber, Videogame)
  • Klasse Huber: EG und UG
  • Gemma Meulendijks, Performance „an act of restauration and conservation“
  • Maria Matinyan „NMM-Zone: Natur-Maschine-Mensch-Zone“ (u.a. Klasse Rosefeldt, Garten)

Tour durch die Jahresausstellung in der AdBK München
16. Juli 2016
AdBK Jahresausstellung 2016

Auch im Juli 2016 gab es wieder einen Rundgang des Kunstclub13 durch die Sommerausstellung an der Akademie der Bildenden Künste München, ein Klassiker des Kunstclub13. Wir nahmen für Sie eine Vorauswahl der besten Positionen vor und führten Sie durch das Gewirr der Gänge. Die Vorbereitung und Führung übernahmen diesmal Hans-Joachim Heins und Philipp Benkert.

Es bestand die Gelegenheit, neue Talente zu entdecken und mit den Künstlern persönlich zu sprechen. Nach der Führung konnten die Teilnehmer auf Wunsch auf eigene Faust weitermachen.

Heiße Führung durch die Akademie zur Jahresausstellung
18. Juli 2015

Das war wohl die heißeste Akademietour unserer Historie. Christian Hartard und Jonathan Drews hatten ein abwechslungsreiches Programm in der Sommerausstellung vorbereitet. Warum im Treppenaufgang ein durchgeknallter Künstler die Wand aufgehämmert hatte, wußte niemand zu erklären. Das war wohl einfach nur Sachbeschädigung. In der ehemaligen Förg-Klasse, die jetzt von Matthias Dornfeld geleitet wird, beeindruckte Kristina Schmidt mit einer Klang und Malerei Installation. Auch Philipp Stähle bot neben Malerei eine Skulpturenarbeit. Anne Pfeifer, Klasse Jorinde Voigt, bot einen sehens- und hörenswerten Klangkörper „Ceremony“. Und wie bekam Marco Miehling der Metallblock so kalt? Bei der Hitze verlockte es zum Hinsetzen.

Aus der Klasse von Pia Fries erweiterte Dana Greiner den Malereibegriff um großen Formen- und Farbenvielfalt. Studenten der Klasse Ingold hatten eine aktive Baustelle mit großem Gerüst eingerichtet, komisch, lustig, absurd und lautes Getröte. Bei Florian Hut und Josef Wandinger aus der Klasse von Olaf Metzel wurde es politisch: Fotografische Reflektionen des G7-Gipfels in Schloss Elmau und zusammen gebundene Pflastersteine. Keine Ahnung, ob die zum Werfen gedacht waren. Eine Gemeinschaftsarbeit der Klassen Hien und Schneider, präsentiert durch Michael Schmidt und Melina Hennikes, war eine intime und stille Wohnsituation. Beklemmend, und doch wurde man neugierig hinein gezogen. Vielen Dank an Christian und Jonathan für die abwechslungsreiche und kompetente Reise durch die AdbK. Eine kleine Gruppe hat dann noch mit Frank Balve in seiner Installation im Erdgeschoss diskutiert. Wie immer bei Frank ist alles etwas größer – unterhaltsam war es allemal.

Tour durch die Jahresausstellung der AdbK München
19. Juli 2014
ADBK_2014

Die Vielfalt heutiger künstlerischer Positionen war ein hochinteressanter Aspekt der von Verena Seibt und Christian Hartard vorbereiteten Führung am letzten sehr heißen Samstag in der AdbK. Angenehmer Wind ging von den schnell rotierenden Postkartenständern im Eingang aus. Der Kunstmarkt in schwindelerregender Bewegung? In der Aula beeindruckten Lena Policzkas geheimnisvolles Labor kleiner atmender Körper, das 4-teilige Video von Pfeifer/Kreutzer „Splitterstücke“ und die 32 Miniaturen von Theresa Scheitzenhammer „alle Betten in denen ich geschlafen habe und an die ich mich erinnern kann“. Im Kolosssaal stand der Körper mit allen Deformationen im Mittelpunkt. Elke Dreier mit einer Videoloop, Lou Jaworsky mit einer 3-teiligen Photoarbeit, Michael Mieskes reduziert den menschlichen Körper auf eine Stele, die scheinbar mit menschlicher Haut überzogen ist und Lenka Richterova bringt den monströsen Heizkörper zum Schmelzen. Über die Projektklasse Zielony ging es zur Malklasse der neuen Professorin Pia Fries.

Im Raum der Klasse Prof. Oehlen war der Keramikkünstler Pio Ziltz sehr auffällig. Motive aus der Science Fiction Welt, jedoch überkommt einen ein ähnliches Grauen wie bei den Brüdern Chapman. Die Soundinstallation im Zwischengeschoß von Katrin Petroschkat heißt „Millions and millions of years“. Ja, die Schöpfung hat sicherlich länger als 7 Tage gebraucht. Der eindringliche Klang verfolgt einen noch lange. Den Abschluß bildete ein Projekt der Klasse von Prof. Olaf Metzel. Es war eine Art Katalog zur Jahresausstellung 2013: die Klassen von Olaf Metzel und Stephan Huber hatten gemeinsam unter dem Titel „H & M“ ausgestellt. Die insgesamt 42 verschiedenen, von Stefanie Hammann & Maria von Mier gestalteten Poster, mit denen die Ausstellung beworben worden war, wurden zu einem Posterbook zusammengestellt und um eine Dokumentation der Ausstellung ergänzt. Es war ein spannender und kurzweiliger Nachmittag für die 21 Teilnehmer.

Führung durch die Jahresausstellung der Akademie
20. Juli 2013

Die Künstlerin Susi Gelb gab uns Einblicke in ausgewählte Positionen aus der diesjährigen Jahresausstellung. Der Streifzug führte u.a. durch die Klassen Doberauer, Rehm und Schneider. Mit dabei: Arbeiten von Tamara Pridonishvili, Maximilian Bayer und Pio Ziltz.