Kommende Vorträge

Montagsrunde I/2019: „Störfaktor Kunst?“ mit Wolfram P. Kastner, Künstler
wolfram_kastner

Kann Kunst stören? Darf Kunst stören?

Wen stört Kunst? Und warum?

Kann Kunst gar eine „Belästigung der Allgemeinheit“ und ein Verstoß gegen das Ordnungswidrigkeitengesetz sein?

Stört Kunst möglicherweise eingeschliffene Sehgewohnheiten, wenn sie etwas sichtbar macht, das sonst nicht wahrgenommen wird?

Zur ersten Montagsrunde 2019 lädt der Kunstclub13 am 25. Februar den streitbaren Aktionskünstler Wolfram P. Kastner zum Gespräch. Seine Arbeiten kreisen um politische und historische Themen, insbesondere aus der Zeit des Nationalsozialismus. Vielen Münchnern ist er wegen seiner wiederkehrenden Aktion Die Spur der Bücher bekannt, mit der er an die Bücherverbrennung 1933 auf dem Königsplatz erinnert.

Wolfram P. Kastner malt, zeichnet und interveniert auf Papier und Leinwand ebenso wie im öffentlichen Raum und wendet sich mit seinen Aufsehen erregenden Aktionen nicht nur an ein kunstsinniges Publikum. Das gefällt nicht immer allen und so gibt es Lob und Tadel, Sympathie und Aversion, Beschimpfungen, Morddrohungen, Strafanzeigen, Prozesse und einige Diskussionen, Unsicherheiten, Verstörungen, Vorsicht, keine Kunstpreise, Ausgrenzung – und manchmal auch irritierend schöne Bilder.

Wir freuen uns auf den Einblick, den uns Wolfram P. Kastner in seine wichtige und spannende Arbeit geben wird und auf die anschließende, sicher dieses Mal besonders lebhafte Diskussion.

Termin: Montag, 25. Februar 2019 ab 19:00 Uhr in der Reitschule.

Montagsrunde III/18: Kino der Kunst – Kunst im Kino | mit Heinz Peter Schwerfel, Initiator „Kino der Kunst“
Schwerfel

Am 22. Oktober 2018 hatten wir Heinz Peter Schwerfel zu Gast, Gründer und künstlerischer Leiter von Kino der Kunst. Herr Schwerfel referierte über seine Initiative: Wie kam es dazu? Was bezweckt er damit? Was wird gezeigt? Kino der Kunst hat sich auf eine Nische spezialisiert: Künstlerische Filme in Kinoqualität, die eine Geschichte erzählen und auf der großen Leinwand gezeigt werden. Der Zuschauer soll sich intensiv mit dem Werk auseinandersetzen und nicht nur einen kurzen Blick im Vorbeigehen darauf werfen.

Darüber hinaus zeigte er allgemeine Grundlinien und Tendenzen der künstlerischen Filmproduktion auf. Seit Ende der 1990er Jahre gab es einen technischen Durchbruch mit digitalen Technologien, dass die Projektion von Filmen deutlich vereinfachte. Neben der Malerei gibt es immer mehr andere Genres. Die jüngere Generation ist offener in der Rezeption solcher alternativer Kunstformen. Eine Herausforderung sind die hohen Produktionskosten.

Schon früh entfachte sich eine lebhafte Diskussion. Ist die Malerei tot? Welche Anforderungen stellt Kinokunst an einen Künstler im Gegensatz zur Malerei? Ist Kunst im Kino „behütet“ vor der Kommerzialisierung?

Über den Referenten:

Heinz Peter Schwerfel, geboren 1954 in Köln, ist Filmemacher und Kunstkritiker. Er schreibt u.a. in ART Magazin, ZEIT oder Lettre International und hat mehrere Bücher zur zeitgenössischen Kunst veröffentlicht, darunter Gesprächsbände mit Georg Baselitz, Jannis Kounellis oder Markus Lüpertz (alle Kiepenheuer & Witsch, Köln), oder Essays wie ‚Kunst-Skandale‘, ‚Kunst nach Ground Zero‘ oder seine Untersuchung über das Verhältnis von Gegenwartskunst und Film ‚Kino und Kunst‘ (beide DuMont Köln).

Seine oft preisgekrönten Filmporträts über Georg Baselitz, Christian Boltanski, Rebecca Horn, Anish Kapoor, Alex Katz, Jannis Kounellis, Annette Messager, Bruce Nauman und viele andere laufen regelmässig in Fernsehen, Retrospektiven und Museen. Hinzu kommen von ihm für den Sender Arte konzipierte Serien wie ‚Design‘ oder ‚Live Art‘ über zeitbasierte Formen von Kunst und Ausstellung, die im August 2018 ausgestrahlt ausgestrahlt wird. Zusammen mit Kurator Hans-Ulrich Obrist entwickelt, stellt sie in acht Filmen u.a. Künstler wie Marina Abramovic, Joan Jonas, Philippe Parreno, Adrian Villar Rojas oder Tino Sehgal vor.

Heinz Peter Schwerfel ist Gründer und künstlerischer Leiter des Münchner Festivals für Spielfilme von bildenden Künstlern, KINO DER KUNST, und kuratiert nebenher  im Ausland Ausstellungen von Freunden, wie Nuri Bilge Ceylan, Isaac Julien, Shirin Neshat oder Julian Rosefeldt. Er lebt in Paris und Köln.

Montagsrunde

KUNSTCLUB13 MONTAGSRUNDE

2014 startete der Kunstclub13 das Vortragsformat „Montagsrunde“.

Viermal im Jahr treffen wir uns im Gartensaal des Café Reitschule in der Königinstraße in lockerer Runde . Dabei steht jeweils ein Thema rund um die Kunst der Gegenwart im Vordergrund, das uns in Form eines Vortrags, eines Expertengesprächs oder einer Podiumsdiskussion näher gebracht wird. Im Vordergrund soll dabei der lebendige Austausch der Mitglieder mit dem Referenten sowie untereinander stehen. Auch das leibliche Wohl der Teilnehmer soll durch die Bewirtung nicht zu kurz kommen.

Der Saal ist ab 19:00 Uhr geöffnet. Bevor die Vorträge um 20:00 Uhr starten, besteht die Möglichkeit, das Abendessen in der Reitschule einzunehmen. Der Vortrag dauert in der Regel ca. eine Stunde. Danach ist Zeit für Diskussion und Get-Together. Wir freuen uns auf viele spannende Gespräche und Begegnungen! Der Eintritt ist frei.

Montagsrunden 2019
Montagsrunde

Nachfolgend die Planung der Montagsrunden für 2019. Änderungen vorbehalten.

Q1 Wolfram P. Kastner: Der politische Künstler

Q2 Kreativquartier Update  – Außentermin vor Ort

Q3 Museum inside: Museum Villa Stuck

Q4 Tendenzen in der jungen Kunst