Kunstpreis 2015

Preisträger 2015: Franz Wanner

Beim öffentlichen Jurytermin in der Platform München am 10. Juni 2015 überzeugte Franz Wanner die Jury mit seinem Ausstellungskonzept und setzte sich gegen die vier anderen nominierten Künstler durch. Erstmalig wurde auf Anregung der PLATFORM ein Publikumspreis verliehen. Dieser ging an Korbinian Jaud, der 2016 im Gastatelier der PLATFORM arbeiten und präsentieren würde.

image029

Die nomimierten Kandidaten für den Kunstpreis 2015 waren:

  • Hedwig Eberle
  • Korbininan Jaud
  • Sonia Leimer
  • Mitra Wakil
  • Franz Wanner

Hier finden Sie die Profile der nominierten Künstler.

Hier die Juroren für 2015:

  • Courtenay Smith, Kunsthistorikerin
  • Gürsoy Dogtas, freier Kurator und Kritiker
  • Dr. Heinz Schütz, Kunstkritiker und Kurator
  • Stephanie Weber, Kuratorin für Gegenwartskunst, Lenbachhaus
  • Andreas Wittmann, Sammler

Pressemitteilung vom 28. April zum Förderpreis 2015 (PDF)

Pressemitteilung vom 12. Juni 2015 zur Preisverleihung (PDF)

Ausstellung „Dual Use“

Am Freitag, den 2. Oktober 2015 um 19 Uhr eröffnete in der Halle der PLATFORM die Ausstellung Dual-Use von Franz Wanner, dem diesjährigen Preisträger des Förderpreises für junge Kunst des Kunstclub 13 e.V. Mit seinem Ausstellungskonzept überzeugte Wanner im Juni die Jury und setzte sich gegen vier weitere Konzepte durch. Zur Finissage fand am Mittwoch, den 28. Oktober 2015 um 19 Uhr eine Sound-Performance von Nando Schneider statt.

Produkte und Technologien, die zivil, wie auch militärisch genutzt werden können; eine
gesellschaftlich internierte Form der Schizophrenie; Wissenschaft und Forschung, die zum Wohl der Menschheit betrieben wird, in den falschen Händen aber zur Katastrophe führt: all das fällt unter den Begriff Dual-Use, den Wanner mit seiner Ausstellung in seiner ganzen Bandbreite in den Fokus nahm. Dabei brach er dessen Dualität auf und übertrug vielschichtige Fragmente in den Raum. Die Halle der PLATFORM verwandelte sich in einen vieldeutigen Hyper-Raum. Sprengstoffforscher, Kampfmodels und Terrormanager schlossen sich kurz und bedienten in einem Videokreis gemeinsam die Weltverzweiflungsmaschine. Auch die Besucher wurden durch einen Bild-im-Bild-Effekt Teil der Ausstellung.

Franz Wanner, * 1975, absolvierte eine Fotografenlehre und eine Filmausbildung in Kamera und Schnitt bevor er interdisziplinäre Projektarbeit und Medientheorie an der Akademie der Bildenden Künste München studierte. Unter dem Künstlernamen Franz Wanner entstehen seit 1996 Fotoreihen, Filme, Texte und Objekte, die in der Publikation „Die Anmaßung“ (2011) als Handlung eines non-linearen Drehbuchs erscheinen. Zwischen recherchierten und fiktiven Ebenen entwerfen seine Ausstellungen Perspektiven, die Alltagsinszenierungen durchdringen und Wirklichkeiten erzählbar machen. 2012 erhielt er das Stipendium für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München. Franz Wanner ist Dozent an verschiedenen Hochschulen und Lehrinstitutionen in den Bereichen Bildende Kunst und Film.

Nando Schneider, *1982, studiert ergänzend zu seinem Magister in Musikwissenschaft Informatik an der LMU München. Sein interdisziplinärer Ansatz beeinflusst sein Mitwirken an zahlreichen performativen und musikalischen Projekten und zeigt sich in Publikationen wie „Paradiessprache“ (2012) und „Produktion-Affektion-Rezeption“ (2014). Sein Interesse besteht in der Wechselwirkung zwischen geistiger Produktion und technologischem Fortschritt und den dahinter liegenden Prinzipien.

Pressemitteilung zur Vernissage „Dual Use“

Artikel in der SZ vom 04. Oktober 2015: „Zahnpasta oder Giftgas?“

Flyer zur Ausstellung