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Galerieführung zur Open Art am 14. September 2019
14. September 2019
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Pünktlich zum Ende der Ferienzeit startete auch dieses Jahr die „Open Art“, das Kunstwochenende der Münchner Galerien. Am Eröffnungswochenende zeigten Galerien und Institutionen bei verlängerten Öffnungszeiten ein besonders attraktives Programm, das durch Performances, Paneldiskussionen und natürlich eine Party komplettiert wurde.

Der Kunstclub13 bot zu diesem Anlass eine von Mitgliedern des Vorstands geführte Tour durch einige ausgewählte Stationen innerhalb der Maxvorstadt. Der ca. 2-stündige „Kunstspaziergang“ startete um 14:00 Uhr und bot Gelegenheit, anschließend auch noch individuelle Entdeckungen zu unternehmen. Ein Schwerpunkt der Tour war der Besuch von Galerien, die bei der bereits im vergangenen Jahr gestarteten Initiative „Various Others“ mitmachten. Die beteiligten Galeristen luden Kollegen aus dem In- und Ausland zu Gastausstellungen ein, so dass der Focus über die Kunstszene München hinaus reichte.

Startpunkt war allerdings keine kommerzielle Galerie sein, sondern die „Galerie der DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst“. Hier zeigte die auch international hoch angesehene tschechische Künstlerin Magdalena Jetelová ihren jüngsten Werkzyklus „Pacific Ring of Fire“. Das Thema der Grenze, bzw. der Ausgrenzung besitzt einen starken aktuellen Bezug und spielt seit Jahren eine zentrale Rolle in Jetelovás Arbeit.

Atelierbesuch bei Magdalena Jetelová im Werksviertel
2. April 2019
atelier-jetelova

Volles Haus, beeindruckender Vortrag, spannende Einblicke ins Atelier – unsere Veranstaltung in der White Box im Münchner Werksviertel bei der aus Tschechien stammenden Künstlerin Magdalena Jetelová (*1946) erfreute sich großen Interesses:
Vor einer Gruppe von circa 50 Besuchern gab Magdalena Jetelová nach einer kurzen Einführung durch die Kunsthistorikerin Bashira Cabbara im Rahmen eines ausführlichen Vortrags Einblick in ihr künstlerisches Werk, das sowohl Skulptur, Land Art, Installation, Fotografie als auch Performance umfasst.

Die ehemalige Documenta-Teilnehmerin und Professorin für Bildhauerei (1990-2004 an der Düsseldorfer Kunstakademie sowie 2004-2012 an der Akademie der Bildenden Künste München) zeigte Beispiele ihrer großformatigen Eichenholz-Skulpturen von formverzerrten Alltagsgegenständen, ihrer raumfüllenden und spektakulären Installationen sowie ihrer aufwändigen Landart-Projekte, die Jetelová beispielsweise in Island oder zuletzt – unter schwierigsten Wetterbedingungen – in Patagonien umsetzte. Darüber hinaus zeigte uns die Künstlerin ihre „Raumzeichnungen“, für die sie als eine der Ersten bereits früh mit Licht- und Laserprojektionen in menschenleeren Landschaften experimentierte. So entstanden unter enormem Aufwand beeindruckende poetische Bilder, die Jetelová stets photographisch festhielt.

Nach dem Vortrag hatten wir Gelegenheit, in Magdalena Jetelovás Atelier ihre neuesten Arbeiten – großformatige Photographien und Leuchtkästen – zu sehen und bei einem Glas Wein mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. 

Wir danken Magdalena sehr herzlich für diesen außergewöhnlichen Abend! Darüber hinaus gilt unser Dank der Geschäftsführerin der White Box, Dr. Martina Taubenberger und ihrem netten Team, die uns den großen Ausstellungsraum für den Vortrag zur Verfügung gestellt und bei der Organisation unterstützt haben.