Besuch der Künstlerateliers am Heizkraftwerk Süd
Künstlerateliers Heizkraftwerk Süd

WIR WOLLEN BLEIBEN

Diese Plakate hängen überall auf dem Gelände des ehemaligen Heizkraftwerkes der Stadtwerke München. Die über 300 Mieter, Kleingewerbe und Künstler des HP8, wollen sich nicht durch die Zwischennutzung des Gasteig verdrängen lassen. Wenn man das Gelände gesehen hat, kann man das wohl verstehen. Und mittlerweile sind die Chancen gar nicht so schlecht. Das Architekturbüro CBA, das ebenfalls ein Büro dort hat, legte Pläne vor, die den Mietern das Bleiben ermöglichen würden. Danach erhält der Gasteig lediglich die alte Turbinenhalle und das Eingangsbüro. Die restlichen noch notwendigen Gebäude will man danach in Containern auf den Freiflächen unterbringen. Es eilt! Schon am 13. Dez. will der Stadtrat darüber entscheiden.

Natürlich haben wir uns auch die unter Denkmalschutz stehende Turbinenhalle angeschaut, aber vorher waren von Sybille Rath in ihrem Atelier empfangen worden. Da hingen dann auch schon die 4 sehr eindrucksvollen Portraits, die sie für die Jahresgaben 2017 des Kunstvereins München gemalt hat. Anschließend ging es durch die Halle eines Restaurators für Oldtimer zu den sechs anderen Künstlern, die für uns ihre Ateliers geöffnet hatten. Christoph Lammers ( Zeichnung, Malerei), Wolfgang Aichner (Objekte, Installation), das ist der, der mit seinem Künstlerfreund Thomas Huber ein rotes Boot über die Alpen nach Venedig gezogen hatte und es in einem Kanal absaufen ließ, vor 4 Jahren während der Biennale. Doris Hahlweg (Malerei), Susanne Pittroff (Objekte), die sehr oft im öffentlichen Raum in München zu sehen sind,  Martin Schneider (Bildhauerei) und Eva Schöffel mit beeidndruckenden Fotos und Installationen.

Hoffen wir auf eine gute und nachhaltige Gesamtlösung für den Gasteig und die Künstler.

Wieder eine Entdeckung, die Künstler und Künstlerinnen, ihre Werke und die umkämpfte Location.

Herzlichen Dank an Sibylle Rath für den spannenden Nachmittag.