3 GENERATIONEN BEI 33 GRAD MIT DEM RADL ZUM PETUELPARK
Radltour_Petuelpark

Die Sorge vorher war unberechtigt, alle hielten durch. Vom NS-Dokuzentrum mit der Bild / Text Videoinstallation von Benjamin und Emanuel Heisenberg, die unter die Haut geht, ging es zum Basketballkorb in luftiger Höhe von Benjamin Bergmann. „Never Ever“, heißt die Arbeit, niemals aufgeben, keine Angst vor dem Scheitern zu haben. „Das Schöne an der Absurdität ist für mich die Nachhaltigkeit der Verwirrung. Irgendwann ertappt man sich bei dem Gedanken, dass eine gänzlich absurde Welt vielleicht viel schöner wäre“ (Benjamin Bergmann).

Weiter ging es zum Türkentor mit „Large Red Sphere“ von Walter de Maria. Die Kugel ist universelles Sinnbild der Welt, der Himmelskörper und des Kosmischen, Symbol des Ewigen und der zyklischen Erneuerung.

Auf unserer Tour war das die einzige Installation, die nicht vom städtischen Kunst-am-Bau-Projekt QUIVID initiiert wurde. Dann an der Türkenschule die Erinnerung an Georg Elser, dem lange vergessenen Mann, der im Bürgerbräukeller die Führungsbande der Nazis in die Luft sprengen wollte. Die Installation von Silke Wagner „8. November 1939“ erleuchtet feuerrot jeden Tag um 21.20 Uhr für 1 Minute, dem Zeitpunkt als die Bombe explodierte.

Das „Oberwasser-Kanalmuseum“ vor der AdbK von Andreas von Weizsäcker befindet sich noch an weiteren 4 Orten in der Stadt. Es sind Reliefbänder am Boden mit den Fußabdrücken von Kanalarbeitern. Hier wird das Unten nach Oben gekehrt.

Zwischen dem Eingang vom Nordbad und dem Stadtarchiv findet man Oculus historiae, oculus memoriae, oculus oblivionis ist ein vierteiliges Installationskunstwerk von Anne und Patrick Poirier.

Leider wird es durch die Schleißheimerstraße getrennt. Hier war die Kunst schneller, als die Bauplanung – es sollte dort mal ein Platz entstehen, daraus wurde aber nichts.

Geendet hat der Roadtrip im Petuelpark und den 12 Installationen internationaler Künstler, die Stephan Huber kuratiert hatte. Park und Kunst sind eine Einheit, die zum öfteren Verweilen einladen. Im Café Ludwig haben wir dann alle etwas ausgeruht, es war wirklich sehr heiß, und der jüngste Mitradler Leo setzte sich noch auf den wiehernden Esel „GO!“

von Pia Stadtbäumer und ritt gen Feuchtwanger Gymnasium.

Ein Ausflug mit Kind und Kegel ist lohnenswert:  https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/baureferat/freizeit-sport-natur/gruene-oasen/petuelpark.html

Text: HJH