Pop-up Ausstellung: Living Art – leben mit Kunst, lebende Kunst
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Raum für Kunst ist schon lange knapp in München, und derzeit ist der Zugang sogar noch beschränkter. Unsere Mitglieder Dr. Isabella Grahsl und Dr. Christian B. Fulda haben daher die Gelegenheit der Zwischennutzung von privaten Räumen beim Schopf gepackt und eine Pop-up-Ausstellung unter dem Motto „Living Art – leben mit Kunst, lebende Kunst“ organisiert, zu der sie den Kunstclub13 herzlich einluden. Im kleinen Kreis konnten wir in einer leerstehenden Wohnung einen „temporären Lebensraum“ für die zeitgenössische Kunst erleben. Über 60 Arbeiten münchner, deutscher und internationaler Künstler, darunter viele Installationen und Videoarbeiten, waren zu entdecken. Der off space Rosa Stern bespielte einen Raum mit 25 überwiegend zeichnerischen Positionen, und eine Live Performance von Nicola Kötterl und Jakob Braito rundete das außergewöhnliche Erlebnis ab. 

Die Idee für dieses ungewöhnliche Projekt hatten unsere Gastgeber der Zeit des lock downs: zum Einen jüngste Produktionen aus der coronabedingten Isolation präsentieren, andererseits Kunst jenseits des White Cube zeigen, dort, wo sie im Lebensraum der Sammler hängt und sich behaupten muss. Jeder Raum war mit Bedacht thematisch kuratiert, von zeitgenössischen Perspektiven auf das Stilleben über Kunst in Auseinandersetzung mit Musik und Literatur zu (sub)urbanen Utopien und Dystopien. Im Rahmen des Möglichen gesellig wurde der Abend nicht zuletzt durch die feine kulinarische Begleitung von Heinrich Matters. Wir hoffen, dass diese private Initiative Schule macht und unsere Mitglieder zum Nachahmen inspiriert.

Bildnachweis: Living Art: Gil Heitor Cortesão, Room, 2016 © Bruno Lopes