Rückblick Vorträge

Montagsrunde mit Thomas Weil: Die Geschichte des Ornaments in der Kunst
9. März 2015

Nachdem die Ornamentik in Avantgarde und Moderne ein Schattendasein führte, erleben ornamentale Lösungen in Design, Kunst und Architektur der Gegenwart eine Renaissance. Thomas Weil, Jahrgang 1944, arbeitet seit den 70er Jahren intensiv an der Analyse geometrischer Ordnung in Kunst-, Architektur-, und Designornamentik. Neben seiner Tätigkeit als Künstler und Architekt  veröffentlichte er mehrere theoretische Schriften. Bei den rund 40 Teilnehmern wurde ein neues Bewusstsein geweckt, Ornamentik in der Kunst zu betrachten. Wir erlebten einen anregenden Vortrag und eine engagierte Diskussion zum Thema.

Montagsrunde mit Stefan Schwarzl: Was ist die Kunst wert? – Wenn sie denn echt ist…
24. November 2014
Schwarzl Montagsrunde

Der derzeitige Kunstmarkt birgt viele Chancen. Die großen Messen werden besucht wie noch nie, die Bandbreite des Angebots wird immer größer und das Internet auch für Kunsthändler wichtiger. Dabei stellt sich manchmal jedoch die Frage nach der Seriosität. Wie entstehen überhaupt Kunst-Werte? Wer macht diese Werte? Sind diese Werte “echt”? Was ist Markt und was Machenschaft? Für diesen Vortrag konnten wir Stephan Schwarzl gewinnen, Kunsthistoriker und ausgebildeter Silberschmied, der bei der Versicherung Nationale Suisse Deutschland in Hannover als Senior-Underwriter Kunstwerke schätzt und bewertet. Der Referent führte mit Humor und großer Sachkenntnis durch den Abend. An den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an.

Montagsrunde mit Christian Frosch: „Von Pers zu Cosmic Latte“
3. November 2014

Unter dem Titel „Von Pers zu Cosmic Latte. Über das Glossar der Farbnamen“ bestritt der Münchner Maler Christian Frosch die dritte Montagsrunde am 03. November. Der Saal im Café Reitschule war gut gefüllt mit Kunstliebhabern.

Farbe kann objektiv, rein rational-wissenschaftlich betrachtet und analysiert werden. Mindestens seit dem Altertum und bis heute zunehmend wird versucht sie zu normieren und zu patentieren, zu systematisieren, zu nivellieren und in Systeme, Theorien oder Lehren zu unterteilen. Farbe dient zur Orientierung, zur Kommunikation und Information, zur Abgrenzung und zum Vergleich, zur Einordnung, Klassifizierung und Bestimmung. Als Material mit Eigenwert, als Dekoration, als Inhaltsträger, als Illusionsmittel, als Code, als Symbol, als Nichts. Farbe kann berufsspezifisch sein, umfasst alle Lebensbereiche und alle Lebensalter. Farbe ist aber auch subjektiv. Kulturell, historisch und regional unterschiedlich. Und: Farbe ist immer an Sprache gebunden. „Begriffe für Farbnamen, Schattierungen und Kontraste von Farben sind ein wichtiger Bestandteil im Grundwortschatz jeder Sprache.“ Gleichzeitig stellt unsere Sprache nur einen Bruchteil von Bezeichnungen für die vielen vorhandenen Farbnuancen zur Verfügung.

Christian Frosch machte diese Problematiken anhand zahlreicher Praxisbeispiele anschaulich. Im Anschluss an den Vortrag entzündete sich eine lebhafte Diskussion.

Christian Frosch ist Maler und Professor und betreibt u.a. das Portal www.malereiforschung.de.

Montagsrunde mit Dr. Annette Doms
23. Juni 2014
Montagsrunde_Annette_Doms

Unsere zweite Montagsrunde im Café Reitschule fand statt mit Dr. Annette Doms, Kuratorin und Expertin für Zeitgenössische, insbesondere Computerkunst. Sie hat die UNPAINTED media art fair mitgegründet.

Big Data, Cloud, Facebook und Twitter: digitale Medien und Netzwerke prägen die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Sie sind omnipräsent und werden seit ihrer Entstehung auch in der Kunst reflektiert. Dem Kreislauf der Geschichte entsprechend stehen wir den zukunftsweisenden Künstlern unserer Gegenwart noch skeptisch gegenüber, während die vorausblickenden künstlerischen Positionen der Vergangenheit wertgeschätzt und hoch gehandelt werden. Neben einer kunsthistorischen Einschätzung der zeitgenössischen digitalen Kunst gab die Referentin einen Einblick in die Genese der von ihr mitinitiierten Messe UNPAINTED sowie deren Nachhall. Es folgte eine engagierte Diskussion.

Erste Montagsrunde mit Florian Holzherr
24. März 2014
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Das neue Vortragsformat „Montagsrunde“ wurde mit einem Vortrag des Architekturfotografen Florian Holzherr im Café Reitschule eingeführt. Vor rund 45 Zuhörern machte Holzherr Ausführungen über seine Arbeit, insbesondere für den namhaften Künstler James Turell. Auch die soziale Interaktion kam nicht zu kurz: Bei guter Verpflegung fanden angeregte Gespräche zwischen den Mitgliedern statt. Dieses Jahr soll es drei weitere Montagsrunden geben.