Schönheit ist ein allgegenwärtiges Thema in unserem Leben. Doch nie zuvor war so unklar, wie wir „schön“ definieren. Digitale Medien und KI fordern tradierte Vorstellungen heraus.
Eine hochaktuelle Ausstellung in der Pasinger Fabrik befragt nun das umstrittene Statement „Ich bin schön“ und lotet kritisch das Spannungsfeld eines etablierten Verständnisses von Schönheit und dessen Revision aus. Können die traditionellen ästhetischen Konzepte noch Geltung beanspruchen? Welchen Einfluss haben Medien, Populärkultur, KI, Mode und Werbung auf die ästhetischen Vorlieben? Welche Selbstbilder sind wirksam, wenn der Körper zunehmend zum Objekt von Schönheitstechniken wird? Die Ausstellung entwickelt in verschiedenen Sektionen eine Ästhetik des „Schönen“, die die idealisierte Schönheit gegen den Strich bürstet. Sie geht auch der Schönheit des Indifferenten, Grotesken, Narrativen, Transzendenten und Verdrängten nach – und räumt dem Marginalisierten und der Abweichung von der Norm Sichtbarkeit ein.
Zu sehen waren fotografische Arbeiten von Absolvent*innen und Studierenden der renommierten Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin, editiert von den Studierenden der Bildredaktion unter der Leitung von Nadja Masri, Arbeiten Studierender der Klasse Anke Doberauer der Akademie der Bildenden Künste München sowie Werke der Gäste Anke Doberauer, Franziska Klotz, Chris Levine und Jovana Reisinger.
Geführt wurden wir von Kurator und Kunsthistoriker Stefan Maria Mittendorf.
Anschließend an die Führung konnten wir die Diskussion in der Cantina der Pasinger Fabrik fortführen .
Foto oben: Hennriette Seibert, Pomp and Circumstance, 2023-2024











