Rückblick Führungen

Besuch in der ERES-Stiftung
22. Februar 2017
ERES Stiftung Feb. 2017

Am Abend des 22. Februar fanden wir uns in der ERES-Stiftung ein zu einer Führung durch die aktuelle Ausstellung: ICH ist eine EGO-Maschine. Die Führung übernahm Frau Dr. Sabine Adler, Direktorin der ERES-Stiftung.

Was ist Bewusstsein und warum entwickeln wir überhaupt bewusste Vorstellungen? Diese Fragen zählen zu den großen ungelösten Rätseln der Wissenschaft. Mit neuen Methoden brachte die Hirnforschung in den vergangenen Jahren unerwartete Erkenntnisse. Ist das Ich-Bewusstsein lediglich ein von unserem Gehirn erzeugtes Modell – eine Täuschung, aber eine sehr nützliche? Wie fühlen wir mit anderen Menschen? Was passiert in Trance? Haben auch Tiere ein Bewusstsein? Die Ausstellung zeigt künstlerische Positionen, die sich mit den faszinierenden Ergebnissen der Bewusstseinsforschung beschäftigen, begleitet von einem umfassenden wissenschaftlichen Rahmenprogramm.

Paweł Althamer versetzt sich mit LSD, Magic Mushrooms, Haschisch und anderen Substanzen in bewusstseinserweiternde Zustände. Jan Fabre diskutiert in einem performativen Video mit dem Neurowissenschaftler Giacomo Rizzolatti über die Frage »Do we feel with our brain and think with our heart?«, Carsten Höllers Fotoserie »Sina« reflektiert, ob auch Tiere ein Bewusstsein haben. Peter Kogler zieht in einem eigens für die Ausstellung konzipierten Kubus die herkömmliche Erfahrung von Raum in Zweifel und setzt irritierende Bewusstseinsphänomene frei. Seine jüngsten Collagen zielen mit ihren Bildstrudeln direkt ins Unterbewusstsein und reihen sich zu einem teils poppig-bunten, teils abgrund-schwarzen Remix. Die Ausstellung zeigt zudem neue »Rubbings« von Matt Mullican sowie die Videoperformance »Breakfast«. Überraschend erzählerisch ist seine neue Arbeit »Untitled (A place to sleep)«, die mit einfachsten Mitteln die Sehnsucht des Menschen nach Geborgenheit und Intimität formuliert. Thomas Zipp entwirft ein Ensemble aus Leinwandbildern und elektronischen Musikgeräten, das er als neuronales Netzwerk inszeniert. Mit Antennen als »Wahrnehmungsorganen“ entwickelt die Musik-Maschine ein unheimliches Sound-Eigenleben – und vielleicht sogar Bewusstsein?

Führung durch die Diplomausstellung an der AdBK München
11. Februar 2017

Auch dieses Jahr führten wir eine geführte Tour durch ausgewählte Studios der Akademie der Bildenden Künste München durch. Absolventen zeigten ihre Diplomarbeiten in den Studios. Die Führung übernahm Angela Stiegler, künstlerische Mitarbeiterin von Prof. Hermann Pitz. Gezeigt wurden ausgewählte Positionen, u.a. von Pio Ziltz, Hiba Al Ansari und Sophie Schmidt. Die Teilnehmer konnten außerdem auf eigene Faust weitere Studios besuchen.

Hier die komplette Liste der besuchten Stationen:

0) Frank Balve (ehem. Klasse Prof. Schneider, Bildhauerei), * ehemaliger Preisträger K’13 Förderpreis – Friedhof vor dem Altbau der Kunstakademie

1) Peter Bulla (Klasse Prof. Huber, Bildhauerei) und Maria Braune (Klasse Prof. Pitz, Bildhauerei) – „Geister“ und Fries aus Asche und Knochenleim

2) Sara-Alisa Raschke und Maximilian Helk (Klasse Prof. Oehlen, Malerei) (Künstlerduo und individuelle Positionen) – Märchen und Geisterbild /
Pio Ziltz (Klasse Prof. Oehlen, Malerei), * nominiert für den K’13 Förderpreis 2017, * Senator-Bernhard Borst Preis – Modelle und Reliefs

3) Josef Knoll (ehem. Prof. Förg/ Prof. Hildebrandt, Malerei) – Stiftrisograf (leider nicht anwesend)

4) Bettina Kirmair (Prof. Brack, Bühnenbild) – „Warten auf Romeo“, Balkoninstallation

5) Hiba Al Ansari (ehem. Prof. Schneider, Bildhauerei), * DAAD-Preis – Mathematikbuch

6) Sophie Schmidt (Prof. Huber, Bildhauerei), * nominiert für den K’13 Förderpreis 2017, * Debütantenförderung – „Engländerin in Empfängnis“ Tafelbild

7) Samuel Ferstl (Prof. Huber, Bildhauerei), * Super + Kunstförderpreis 2017 – „Western Vodoo“ Installation mit Performance

*) Empfehlung: Schmuckklasse, besonders Jing Yang „Ich bin keine Vase“, Untergeschoss

Kunst beim ADAC
9. Februar 2017
ADAC

Unter der Führung von Annette Vogel, Kunsthistorikeren und Kuratorin, bot der Kunstclub13 eine Führung durch die Sammlung des ADAC in dessen Zentrale in der Münchner Hansastr. an.

Seit Ende der 60er Jahre Jahre sammelt der ADAC Kunst zum Thema Automobilität. Keine andere technische Erfindung als das Auto erfuhr diese große Resonanz in der Kunst und erstaunlich viele bedeutende Künstler nach 1945 setzten sich sowohl ästhetisch als auch kulturkritisch mit dem Auto auseinander.

Die Kunstsammlung des ADAC enthält Werke von Andy Warhol, Edward Kienholz, Joseph Beuys, Wolf Vostell, Dieter Roth und Thomas Bayrle bis hin zu Werken aus der neueren Zeit von Andreas Slominski, Jeppe Hein und Wolfgang Tillmans. Sie spiegelt den Zeitgeist verschiedener Jahrzehnte und setzte ein, als die Massenmotorisierung und deren kontroverse Diskussion um Sicherheit, Fortschritt und Zerstörung – zur Zeit von Popart, Happening, Fluxus und Kritischem Realismus  – einen Höhepunkt erfuhr. Die Unternehmenssammlung versteht sich seitdem als eine Facettte der immer aktuellen Mobilitätsdiskussion und ist integraler Bestandteil der betriebsinternen Kommunikation.

Seit Dezember 2011 wird die Kunstsammlung „Spuren“ im neuen ADAC Geschäftsgebäude in der Hansastraße in München präsentiert, das von den Berliner Architekten Sauerbruch/Hutton entworfen wurde.

Besuch im Atelier von Tim Bennett
14. Dezember 2016
Tim Bennett

Geboren 1973 in Rochdale, Großbritannien, lebt und arbeitet Tim Bennett seit über 15 Jahren in München. Nach dem Studium der Malerei und Bildhauerei bei Ben Willikens und Hermann Pitz an der Akademie der Bildenden Künste München und diversen Stipendien im In- und Ausland bis 2005, kehrte er für drei Jahre in sein Heimatland zurück, um einen Master of Fine Arts am renommierten Goldsmiths College in London zu absolvieren. Seit 2013 wird er von der Galerie Jo van de Loo vertreten.

Schon in den frühen Arbeiten Bennetts spielt das Verhältnis von spontaner künstlerischer Geste und oft langwierigen und akribischen Arbeitsprozessen, die eben aus jener hervorgehen, eine entscheidende Rolle. Dabei bedient sich der Bildhauer aus einer großen Palette von handelsüblichen Baustoffen und Materialien, die er gerade durch Verfahren der Veredelung und Neukontextualisierung in völlig neue Bedeutungsräume versetzt. Zentrale Materialien sind von jeher Gipskarton, Gips, Marmor, Zement, Holz, Furnier, aber auch Bronze oder Bierdeckel.
In den neuesten Wandarbeiten, die gerade bei seinem Galeristen Jo van de Loo zu sehen waren, wird Gipskarton mit Raufaser tapeziert, um dann als farbiger (Bild-)Träger für den eingegossenen Gips zu dienen, der wiederum den „Schutt“ des Ateliers mit einschließt und zu einem Teil der scheinbar zufällig entstandenen Form macht.

In einer zweiten Werkreihe widmet sich Tim Bennett einem weiteren „Baustoff“, aber vor allem Material der klassischen Bildhauerei, dem Marmor. Polierte Carrara-Marmor-Blöcke werden grob von Hammer und Meißel des Künstlers bearbeitet ohne ihre Funktion des Sockels zu verlieren. Dabei werden sie selbst zur Skulptur. Der abgeschlagene Marmorbruch wird anschließend als Plastik aufwendig „aufgepfropft“ und gegebenenfalls mit Ölfarbe bemalt. Denn auch hier gilt wieder: Auf eine schnelle Geste des Künstlers folgt ein verhältnismäßig langer Prozess der Ausarbeitung und Veredelung – ganz im Sinne Bennets: Time is a Waste.

Anschließend fanden sich die Teilnehmer zum geselligen Abendessen im Wirtshaus „Hohenwart“ ein.

Werkstattführung beim Rahmenmacher Werner Murrer
8. November 2016
Murrer

Am 8. November 2016 öffnete WERNER MURRER RAHMEN exklusiv die Türen seiner Thalkirchner Rahmenwerkstatt für den Kunstclub13. Die Führung gab Einblick in die vielfältige Arbeit seines Teams, das aus Schreinern, Vergoldern, Buchbindern, Glasern, Holzbildhauern, Künstlern sowie Kunsthistorikern besteht.

Das Highlight der Werkstatt sind die 2.500 historischen Rahmen, die aus dem 16.-20. Jahrhundert stammen und sowohl als Muster für Kopien als auch als Verkaufsexemplare für Künstler, Sammler und Museen dienen. Anhand der originalen Rahmungen gibt Werner Murrer einen kurzen Abriss über die Geschichte des Rahmens bis hin zu zeitgenössischen rahmenlosen Präsentationsformen.

In der Schreinerei und Vergolderei sah man schließlich die verschiedenen Werkzeuge und Materialien, die zum Entstehen und zur Fertigstellung eines Rahmens beitragen. Neben Sägen, Fräsen und Blattgold gab es dabei auch Überraschendes und Ungewöhnliches wie etwa Flammenwerfer und Halbedelsteine.

Während die Rahmenrekonstruktionen und Kopien nach Möglichkeit in traditionellen Herstellungsverfahren gefertigt werden, wird in der Einrahmerei nach modernen konservatorischen Richtlinien eingerahmt. Säurefreie Passepartouts und schützendes UV-Glas werden dort ins passende Format gebracht.

Die Auswahl eines Rahmens geschieht natürlich nicht nur in enger Absprache mit dem Kunden, sondern auch mithilfe eingehender kunsthistorischer Recherche. Eine eigene interne Bibliothek zum Schwerpunkt Bilderrahmen, sowie ein Bildarchiv mit über 75.000 Bilddateien helfen dabei, für jedes Kunstwerk den optimalen Rahmen zu finden.

Alle Kunst- und Rahmeninteressierten waren im Anschluss eingeladen, den Abend zwischen jahrhundertealten Meisterwerken der Rahmenkunst mit Wein und Häppchen ausklingen zu lassen.

Weitere Infos zu Werner Murrer Rahmen

Führung durch „Zimmer Frei“ im Hotel Mariandl
12. Oktober 2016
Zimmer Frei

In Zimmer 23 liegt Robert Crotla in der mit warmem Wasser gefüllten Badewanne, mit Taucherbrille und Schwimmflossen…und planscht…..und im Hintergrund schmalzt Hans Albers sein „La Paloma adé….auf Matrosen ohéeeiiii…..“

„Hat der ’ne Badehose an?“ „Neee, jetzt schau doch einfach mal hin…!“

Robert hatte sich für uns diese Einlage ausgedacht. Die Matrosenanzüge und Kleider der Vernissagen Performance lagen überall im Zimmer herum, am Vorabend waren das die Verkleidungen lebender und tanzender Statisten gewesen. Der Förg Schüler hatte auch seinen eigenen Chefpoeten mitgebracht, dessen Redefluss musste man irgendwann stoppen. Vor 17 Jahren hatte der Kurator Mehmet Dayi dieses Format erfunden. Jedes Jahr im Oktober – nach der Wies’n – beziehen Münchner KünstlerInnen 12 Zimmer auf zwei Etagen des Hotels und bringen den Hotelalltag durcheinander. Es entstehen ortsbezogene Arbeiten, Installationen, Projektionen, Inszenierungen und Performances – in Reaktion auf den Ort, seine Geschichte und seine einzigartige Atmosphäre.

Alle 5 Sinne werden angesprochen. Bei dem Duo Schwaiger / Häsler sind es die Hinterlassenschaften der Übernachtenden. Befleckte Matrazen, Assoziationen von Haaren aller Körperteile und ein unangenehmer Geruch von ausgelegten Käsescheibletten, der sich bis zur Finissage wohl noch verstärken wird.

Farblich sind sie bereits in Ocker übergegangen. Ähnlich intensiv ist es im Zimmer von Marc Avrel. Auf dem Bett liegen Koran, Bibel und Tora getränkt mit dem Blut des Künstlers. Ein subtiler Aufruf gegen Gewalt. Marco Miehling zieht mit einer physikalischen Installation den Baum, also die Natur, ins Zimmer. Auch die Künstler Oliver Winheim, Thomas Silberhorn, Shinae Kim, Yeonsoo Kim, Julien Viala und Kitty & Joy sind sehr sinnliche Erlebnisse.

Olga Wiedenhöft verknüpft Geist und Seele und lässt uns an eigenen Herzschlagerlebnissen, da wird nichts verraten, im Raum 26 teilhaben.

Zurück auf der Straße hört man dann auch die Soundinstallation von Hisashi Yamamoto. Oben war das Zimmer 11abgeschlossen.

Im nächsten Jahr wird das „Baby“ von Mehmet Dayi 18 Jahre alt, also volljährig. Dann schauen wir mal, womit er uns dann überraschen wird. Danke an Julia Rennschmid und Hilke Bode für die Führung und Interpretionshilfen.

Die Gruppe vom Kunstclub13 jedenfalls hatte viel Spaß, weil in einigen der Zimmer immer auch eigene Erlebnisse mit Hotelzimmern hoch kamen.

Besuch im Europäischen Künstlerhaus Schafhof in Freising
24. September 2016

Mit den Fotos von Andreas Müller wird man noch einmal zurück versetzt in einen wunderschönen Nachmittag im Schafhof in Freising. Angereist mit Auto, S-Bahn oder Fahrrad, bei eigentlich perfektem Wies’n Wetter, hatte die Gruppe ein besonderes Erlebnis. Eike Berg, der Leiter des Künstlerhauses, erzählte uns die Geschichte des Gebäudes: Es war wirklich mal ein Schafhof für Merino-Schafe, gebaut von König Max I. Joseph um 1820. Zwischenzeitlich verfallen, wurde es liebevoll restauriert und bietet mit seiner außergewöhnlichen Architektur Ausstellungsmöglichkeiten für Künstler und für den europäischen Austausch, auch Wohnateliers für Künstler aus anderen Ländern.

Die austellende Künstlerin im unteren Teil des Gebäudes ist Eszter Szabo, eine Ungarin. Deren Zeichnungen und Gemälde, die dann in einem zweiten Prozess animiert werden, sind nur im ersten Moment hübsch und niedlich. Bei längerer Betrachtung sind sie voller politischer und gesellschaftlicher Kritik. Sehenswert.

Im oberen, beeindruckenden Tonnengewölbe zeigt Tatjana Utz Malerei, Zeichnungen, Linolschnitte und Installationen in der Ausstellung Showtime.

Travestie ist eine sehr alte Theaterform, schon in der Antike spielten Männer Frauenrollen. Lange hat die Künstlerin die aktuelle Travestieszene beobachtet und mit einigen Stars zusammengearbeitet. Daraus ist Showtime entstanden. Grell und doch hintergründig, wie die Szene selber, sind die großen Formate. Und noch empfindsamer und schonungsloser dargestellt sind die Travestiekünstler durch die Objekte und Drucke in den Kabinetten.

Bis zum  9. Oktober kann man die Ausstellung noch sehen. Es lohnt sich.

Herzlichen Dank für die Einführung, den Katalog mit DVD, und Begleitung durch Tatjana Utz, und herzlichen Dank an Eike Berg für den zauberhaften Nachmittag und die leckere Bewirtung.

Galerietour zur Open Art in der Maxvorstadt
11. September 2016
Galerietour_160911

Auch in 2016 gab es wieder eine Galerietour zum Open Art Galeriewochenende in München. Der Schwerpunkt lag diesmal auf „jungen“ Galerien in der Maxvorstadt mit einem Feuerwerk an verschiedenen Eindrücken.

Unsere erste Station war die 2015 eröffnete Galerie Dirk Halverscheid mit Arbeiten von Claudia Chaseling. Die farbenfrohen Gemälde und Installationen haben bei näherer Betrachtung durchaus einen ernsten Hintergrund. In den neuen Räumen von Max Weber präsentierte Frank Balve seine Installation „Menschenleer“. Bei Knust x Kunz in der Theresienstraße zeigte uns Naneci Yurdagül seine Arbeiten, die sich kritisch-witzig mit dem Islam auseinander setzen. Gleich nebenan bei Jo van der Loo gab es aktuelle Arbeiten von Florian Haller. Francoise Heitsch zeigte Werke von Philip Gufler. Zum Abschluss gab es bei Karin Wimmer 100% Internet mit Arbeiten von Gretta Louw, Florian Freier, Barbara Herold, Florian Huth, Olaf Probst und Christina Maria Pfeifer.

Führung durch die Ausstellung FAVORITEN III – NEUE KUNST AUS MÜNCHEN
2. August 2016
Favoriten_III

Schon wenn der Besucher die Treppe zur U-Bahn und zum Kunstbau hinunter geht, empfängt ihn ein großes Plakat von Ibrahim Öztas …..Spectaculllar, Criticalll, Shrilll, Willld, Beautifulll………..

Es baut sich Spannung auf, und die wurde nicht enttäuscht. Die Kuratorin für zeitgenössische Kunst im Lenbachhaus, Stephanie Weber, hat zusammen mit Eva Huttenlauch die Ausstellung Favoriten III gestaltet. Stephanie führte gestern die 20 Mitglieder durch die 12 Positionen. Spannend, was sie uns zu den einzelnen Exponaten und den Künstlern erzählen konnte. Wie es oft so ist, die meisten guten Arbeiten sind erklärungsbedürftig. Der gemeinsame Gang gab Erhellung und finalllly, it was Lovellly…….

Wer gestern nicht dabei sein konnte, sollte sich unbedingt einer öffentlichen Führung anschließen.

Bei den teilnehmenden KünstlerInnen sind auch 2 Gewinner unseres Kunstclub13 Förderpreises und zusätzlich 3 Nominées dabei.

ANDREAS CHWATAL, BABYLONIA CONSTANTINIDES, ROBERT CROTLA, HEDWIG EBERLE, BEATE ENGL, PHILIPP GUFLER, FLAKA HALITI, FLORIAN HUTH, STEPHAN JANITZKY, ANNA MCCARTHY, CARSTEN NOLTE, FRANZ WANNER

Tour durch die Jahresausstellung in der AdBK München
16. Juli 2016
AdBK Jahresausstellung 2016

Auch im Juli 2016 gab es wieder einen Rundgang des Kunstclub13 durch die Sommerausstellung an der Akademie der Bildenden Künste München, ein Klassiker des Kunstclub13. Wir nahmen für Sie eine Vorauswahl der besten Positionen vor und führten Sie durch das Gewirr der Gänge. Die Vorbereitung und Führung übernahmen diesmal Hans-Joachim Heins und Philipp Benkert.

Es bestand die Gelegenheit, neue Talente zu entdecken und mit den Künstlern persönlich zu sprechen. Nach der Führung konnten die Teilnehmer auf Wunsch auf eigene Faust weitermachen.

Besuch in der Tutsek-Stiftung | Life is not a Beach
4. Mai 2016

Mit rund 20 Teilnehmern besuchten wir die Münchner Alexander Tutsek-Stiftung und bekamen eine Führung von Ayşegül Cihangir durch die aktuelle Ausstellung.

Unter dem Titel „LIFE IS NOT A BEACH“ werden die Schattenseiten des Lebens thematisiert. Ein Beispiel dafür ist die beklemmende Welt von Drogenabhängigen. Der Fotograf Matthieu Gafsou dokumentiert diese in seinen Fotografien auf eine authentische, gleichzeitig auch poetisch-achtsame Weise.

Die Skulpturen, der zweite Schwerpunkt der Ausstellung, sind aus dem alltäglichen und doch vielschichtigem Material Glas sowie Mixed Media gefertigt. International bekannte (u. a. Philip Baldwin & Monica Guggisberg, Mona Hatoum, Silvia Levenson, Janusz Walentynowicz) sowie junge Kunstschaffende ergründen in ihren unterschiedlichen Arbeiten tiefsinnig die generellen Ängste sowie die inneren und äußeren Konflikte der Menschen.

Kunst im Bau der Allianz Versicherung / Hauptverwaltung
18. April 2016

„Kunst verbindet“ heißt die Broschüre, die wir 32 Gäste am Ende der spannenden Führung von Sabine Möhle bekamen.

Und das kann man geografisch nehmen. Ein verschachtelter Gebäudekomplex ganz unterschiedlicher Stilrichtungen, der sich vom Rande des Englischen Gartens, der Königinstraße, über die Kaulbachstraße bis hin zur Leopoldstraße zieht.

Das Verbindende ist ein unterirdischer Gang und die über 800 Meter markierenden Elemente sind Arbeiten zeitgenössischer Künstler. Die Kunstwerke, welche die aneinandergreifenden Hallen, Passagen, Tunnel und Treppenhäuser akzentuieren, bieten nicht nur Orientierungs- und Unterscheidungshilfen. Sie stehen auch für die Werte und gesellschaftlichen Bezugspunkte des Unternehmens. Von der Leopoldstraße kommend sind es die Wandarbeit von Thomas Eller und der Leuchtkassten „New York“ von Dieter Rehm. Die drei großen Fotoarbeiten von Andreas Gursky fragen nach Dynamik, Spannungen und Strukturen des täglichen Lebens. Das Münchener Duo Brunner / Ritz schafft ein beeindruckendes Raumerlebnis aus Licht, Farbe und Klang. In der Kaulbachstraße kommt man kurz nach oben und wird empfangen von Arbeiten von Daniel Buren und der Außenarbeit „5 Gefäße“ von Eugenie Hinrichs. Farbe, Licht und Perspektiven, Arbeiten von Sabine Funke, Hans Jörg Wiegner und die 22-teilige Arbeit „conversation Piece“ im Restaurantbereich von Juan Munoz muss man einfach gesehen haben.

Ein beliebter Treffpunkt der Kollegen ist die Dartscheibe, die natürlich nicht so heißt, von Ekrem Yalcindag. Bevor man in den denkmalgeschützen A-Bau kommt, nehmen Stefanie Zoche und Sabine Haubitz Elemente der vorhandenen Architektur auf und schaffen eine überraschende Arbeit, die alles auf den Kopf stellt, was man über perspektivische Raumkonstruktionen zu wissen meinte. In der Broschüre heißt es dann zum Schluss: „Die Welt durch eine andere Brille sehen, Bekanntes in Frage stellen, die Wahrnehmung schärfen – wenn es der Kunst gelingt, zu neuen Sichtweisen anzuregen, ist viel erreicht.“

Wie wahr, vielen Dank an Sabine Möhle.

sNOw future | Führung durch die Ausstellung in der ERES Stiftung
5. März 2016

„Die Alpen – Perspektiven einer Sehnsuchtslandschaft“ hieß der Untertitel dieser Ausstellung, die der Kunstclub13 am 5. März besuchte. Ob der Schnee im Zeitalter des globalen Klimawandels eine Zukunft hat oder nicht, stand dabei eher nicht im Vordergrund. Vielmehr machten sich die Künstler Hansjoerg Dobliar, Philipp Messner und Walter Niedermayr auf die Suche nach den offensichtlichen und schleichenden Veränderungen der Berglandschaft. Schließlich prägt der Tourismus mit Sesselliften und Schneekanonen immer radikaler das Erscheinungsbild dieser klassischen Sehnsuchtslandschaft.

Im Fokus dieser künstlerischen Spurensuche stand die Entdeckung von abstrakten Kompositionen in den meist verlassenen Schneelandschaften. In unterschiedlichen Herangehensweisen – Malerei, Skulptur, Foto und Video – brachen die beteiligten Künstler mit den Klischees über alpine Landschaften und zeigten, wie konstruiert, fiktiv und hyperartifiziell diese sein können.

Die Ausstellung wird noch bis 23. April gezeigt.

Führung durch die Messe UNPAINTED lab 3.0
20. Februar 2016

Die UNPAINTED artfair präsentierte nach ihrem Debut im Januar 2015 ihren zweiten Auftritt in München: Vom 18. bis 21. Februar zeigten unter dem Label „lab 3.0“ rund 40 internationale Digitalkünstler ohne Galerie ihre Werke bei Mixed Munich Arts in der Katharina-von-Bora-Straße. Dr. Annette Doms, künstlerische Leiterin der UNPAINTED, führte die rund 30köpfige Gruppe durch die Ausstellung mit Arbeiten von Niko Abramidis, Station Rose, Susanne Rottenbacher u.v.a.m.

Führung durch die Diplomausstellung in der AdBK München
6. Februar 2016

Am 06. Februar boten wir für rund 40 Teilnehmer eine geführte Tour durch die Diplomausstellung an der Akademie der Bildenden Künste München an. Die Auswahl und Führung übernahmen wieder die Künstler Verena Seibt und Christian Hartard, die beide selbst an der ADBK studierten und sich daher bestens auskennen. Es bestand die Möglichkeit, die Talente von morgen zu entdecken und sich mit den Künstern persönlich auszutauschen.

Folgende Positionen deckte unsere Tour ab:

  • Hsiao-Shu Chen / Klasse Nachf. Prangenberg (Keramik)
  • Boris Maximowitz / Klasse Pitz
  • Isabelle Tondre / Klasse Bustamante
  • Antje Zeiher / Klasse Bustamante
  • Justina Becker / Klasse Hildebrandt
  • Verena Barros de Oliveira / Klasse Brack (Bühnenbild)
  • Florentin Berner / Klasse Metzel
  • Lou Jaworski / Klasse Schneider
Sammlung Rischart: Kunst in der Backstube
28. November 2015

Rischart, wo’s duftet und schmeckt. Die Familie Müller-Rischart ist aber nicht nur bekannt durch köstliche Backwaren und leckere Torten, sondern engagiert sich auch seit vielen Jahren für Zeitgenössische Kunst. Erst im Juli waren wir mit dem Kunstclub13 bei der von ihnen inszenierten Ausstellung WARTE.ZEIT im Münchener Hauptbahnhof. Im Abstand von 2-3 Jahren gibt es die Projekte Kunst im öffentlichen Raum. Die Ausstellung vor 2 Jahren war im Alten Botanischen Garten.

Natürlich sammelt die Familie auch Kunst und selbst in der Backstube hängt Kunst. Und da gingen wir zusammen hin und ließen alle 5 Sinne anregen. Die Führung begleitete Katharina Keller, die auch schon die Ausstellung im Bahnhof kuratiert hatte. Ein besonderes Schmankerl am Samstag vor dem 1. Advent. Gerhard und Magnus Müller-Rischart begleiteten unsere Gruppe. Zum Abschluss gab’s in der Kantine noch reichlich Verpflegung und eine angeregte Diskussion.

Finissage „Dual Use“ in der Platform
28. Oktober 2015

Was für ein schöner Abschluss der Ausstellung unseres diesjährigen Preisträgers Franz Wanner, die seit dem 02. Oktober in der PLATFORM läuft. Über 35 Gäste, auch 2 Juroren, waren zur Finissage gekommen.

Im Künstlergespräch diskutierte die PLATFORM-Mitarbeiterin Radmila Kristajic mit Franz Wanner die in seiner Ausstellung bezüglich des Begriffs Dual-Use* aufgeworfenen Fragen: Wie werden Interessen formuliert? Wie werden Entscheidungen getroffen? Wie entsteht Wirklichkeit zwischen konventioneller Vereinnahmung und subjektiver Gegenwehr?

Nach dem Künstlergespräch realisierte der Münchner Nando Schneider eine Soundperformance, die in unmittelbarem Bezug zu Franz Wanners Videoarbeit steht. Die Filme des Videokreises werden algorithmisiert und als Datensätze an die Wand geworfen. Damit wird das Grundrauschen der „Weltverzweiflungsmaschine“ (Wanner) hörbar – der Soundtrack einer militarisierten Massenkultur, die dieses Störgeräusch nicht mehr wahrnimmt.

Franz Wanner nahm mit seiner Ausstellung den Begriff Dual-Use* in den Fokus. Ein Hyper-Raum aus materiellen und symbolischen Elementen erzeugt einen Bild-im-Bild-Effekt. Die Dualität des Begriffs wird kopiert und virtuell zerfächert. Sprengstoffforscher, Kampfmodels und Terrormanager schließen sich kurz und bedienen in einem Videokreis gemeinsam die Weltverzweiflungsmaschine.

*Dual-Use Definition:

Produkte und Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Rüstungsgüter, die nicht als solche deklariert werden, um Exportverordnungen zu umgehen. Wissenschaft und Forschung, die zum Wohl der Menschheit betrieben wird, in den falschen Händen (also nicht den eigenen), aber zur Katastrophe führt. Gesellschaftlich internierte Form der Schizophrenie, die einen Mangel an Vertrauen in das eigene Interesse voraussetzt und partitionierte Persönlichkeiten hervorruft.

Vielen Dank an das PLATFORM Team für die gute Zusammenarbeit und für Franz weiterhin Erfolg und Sichtbarkeit.

Besuch von „Euroboden Positionen“ im Hochbunker
28. Oktober 2015

Was für ein Erlebnis. Ende des Krieges gab es 40 Hochbunker in München. Wo die alle stehen oder standen ist eine gesonderte Recherche. Aber dieser, durch Euroboden umgebaute Bunker an der Ungererstraße, ist ein besonderes Schmuckstück geworden. Er beherbergt ein Büro, 3 Wohnungen, ein Penthouse und eben den Kunstraum EUROBODEN Positionen.

Nina Pettinato, die Leiterin dieses Bereiches, führte uns durch die aktuelle Ausstellung „Die Innenwelt der Außenwelt“.

Die von Sandra Oehy und Alex Lehnerer kuratierte Ausstellung zeigt eine Präsentation von künstlerischen Aneignungen und Kollaborationen, die im Rahmen des Projektes „Bungalow Germania“ – dem deutschen Beitrag der 14. Internationalen Architekturbiennale Venedig 2014 – und der damit verbundenen Recherche entstanden sind. Im Rahmen der Ausstellung in den EUROBODEN POSITIONEN werden Arbeiten von Quinn Latimer, William Forsythe, Armin Linke, Bas Princen, Kaufmann & Gehring und Ciriacidis Lehnerer Architekten vorgestellt.

Die Ausstellung läuft noch bis Ende November und es lohnt sich zu einer der angebotenen Führungen anzumelden.

Der Kunstraum EUROBODEN POSITIONEN ist eine neue Initiative des Unternehmers Stefan F. Höglmaier, der mit Ausstellungen, Workshops und einem begleitenden Vortragsprogramm, welches in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut entwickelt wird, eine neue Plattform schafft, um mit interdisziplinären Debatten neue Akzente im Bereich Kunst und Architektur zu setzen. Wir werden es gespannt verfolgen, welche zukünftigen Pläne realisiert werden. Auf jeden Fall ist ein interessanter, neuer Ort in München entstanden. Und die Führung durch Nina Pettinato war sehr informativ und anschaulich. Herzlichen Dank an unser Kunstclub13 Mitglied.

Ausführliche Informationen zum Ausstellungskonzept sowie zu den teilnehmenden Künstlern sind zu finden unter www.euroboden-positionen.de.

„Zimmer frei“ im Hotel Mariandl
15. Oktober 2015
Zimmer Frei

Die Kunsthistorikerinnen Maresa Bucher und Hilke Bode führten uns durch diese temporäre Ausstellung im Hotel Mariandl, kuratiert von Mehmet Dayi. Seit 15 Jahren stellt das Hotel in der Goethestraße für einen begrenzten Zeitraum nach dem Oktoberfest seine Räume für Kunstprojekte zur Verfügung.

Das Künstlerprojekt ZIMMERFREI ist seit 1999 zu einem beliebten Bestandteil der Münchner Ausstellungsszene herangewachsen. Jedes Jahr nach dem Oktoberfest beziehen Münchner KünstlerInnen mit internationalem Background Zimmer auf zwei Etagen und bringen für eine Woche den Hotelalltag durcheinander. Sie setzen sich mit den Räumlichkeiten und der Atmosphäre des Hotels auseinander, entwickeln Geschichten, Inszenierungen, situative Experimente, Performances, Videoarbeiten und vieles mehr.

Der Erfolg beruht sowohl auf der großen Gestaltungsfreude der Künstler in außergewöhnlichem Ambiente – jeder Künstler hat ein Hotelzimmer für sich und darf dort auch wohnen – als auch auf der guten Zusammenarbeit des Kulturreferates der Landeshauptstadt München mit dem Hotel Mariandl.

Beteiligte Künstler:
Simone Kessler / Johannes Evers / An Laphan / Bianca Patricia / Federico Delfrati / Timur Lukas / Lenka Richterová / Mari Iwamoto / Despo Sophocleous / Johannes Karl / Julia Pfaller / Moritz Kipphardt / Anton Bošnjak / Gülbin Ünlü.

Galerietour im Gärtnerplatzviertel zur Open Art 2015
12. September 2015

Auch dieses Jahr veranstalteten wir zum Open Art Galeriewochenende eine Tour. Diesmal knöpfen wir uns das trendige Gärtnerplatzviertel vor, wo eine Reihe profilierter Münchner Galerien ihren Sitz haben. Rund 30 Teilnehmer waren dabei. Unsere Tour schloss folgende Galerien ein: Galerie Flash – Galerie Jörg Heitsch –  Galerie Matthias Jahn – Galerie Karl Pfefferle – Galerie Nicole Gnesa.  Zum Ausklang gab es ein Get-Together in der Bistro-Bar „Fei Scho“.