Rückblick Führungen

Galerietour zur OpenArt am 15.09.
7. August 2018
Galerietour Sept 2018

Die 30 Mitläufer und Mitradler erlebten einen sehr abwechslungsreichen Nachmittag.

Bei der Galerie Tanit überschüttete der Konzeptkünstler Charles Sandison die Besucher mit Zeichen, Buschstaben und Symbolen einer mehrteiligen Videoinstallation an der Schnittstelle von Computercodes und künstlicher Intelligenz. Der Künstler als Programmierer. Bei Gudrun Spielvogel und „Petersburg Konkret“ hingen die Wände voll mit konkreter Kunst, dem Schwerpunkt der Galeristin seit 27 Jahren, eine Accrochage ihrer Künstler von A – Z.

In der Galerie von Andreas Binder stellte seine Frau Veronika den Maler Matthias Meyer vor. Der Gerhard Richter Schüler beeindruckt mit vielschichtigen Landschaftsgemälden. Mit sehr dünnflüssigem Farbauftrag und damit Verlauf, entstehen Bilder mit großer Leuchtkraft und Abstraktion der Natur, die auch an Monet erinnern lassen.

Die Radlfahrer kamen dann ganz normal in der Galerie Artoxin an. Da die Tram zum Max-Weber-Platz wegen der Großdemo nicht fuhr, machten sich die andere Gruppe zu Fuß auf den Weg und kam ohne Verlust etwas später an. Der Bildhauer Ben Goosens überzeugt wieder einmal mit seinen Fotografien phantastischer, menschenleerer Architekturen. Sein Professor Stephan Hubersagt dazu „…Goosens Quartiere sind ästhetische Exerzitien voll ruinöser Schönheit, und gleichzeitig erscheinen sie als kranke Räume, als architektonische Entzündungen….“

Zum letzten Besuch bei Johannes Sperling klappt es dann wieder mit der Tram 25. Johannes ist einer der Gründer von „various others“ und hat, neben der eigenen Fotokünstlerin Anna Vogel, die Future Gallery aus Berlin / Mexico City und piktogram aus Warschau eingeladen. Eine große Bandbreite, die es lohnt sich anzuschauen.

Es war ein erkenntnisreicher Nachmittag für alle, die Radlfahrer und die Fußgänger, bei spätsommerlichem Wetter.

3 GENERATIONEN BEI 33 GRAD MIT DEM RADL ZUM PETUELPARK
4. August 2018
Radltour_Petuelpark

Die Sorge vorher war unberechtigt, alle hielten durch. Vom NS-Dokuzentrum mit der Bild / Text Videoinstallation von Benjamin und Emanuel Heisenberg, die unter die Haut geht, ging es zum Basketballkorb in luftiger Höhe von Benjamin Bergmann. „Never Ever“, heißt die Arbeit, niemals aufgeben, keine Angst vor dem Scheitern zu haben. „Das Schöne an der Absurdität ist für mich die Nachhaltigkeit der Verwirrung. Irgendwann ertappt man sich bei dem Gedanken, dass eine gänzlich absurde Welt vielleicht viel schöner wäre“ (Benjamin Bergmann).

Weiter ging es zum Türkentor mit „Large Red Sphere“ von Walter de Maria. Die Kugel ist universelles Sinnbild der Welt, der Himmelskörper und des Kosmischen, Symbol des Ewigen und der zyklischen Erneuerung.

Auf unserer Tour war das die einzige Installation, die nicht vom städtischen Kunst-am-Bau-Projekt QUIVID initiiert wurde. Dann an der Türkenschule die Erinnerung an Georg Elser, dem lange vergessenen Mann, der im Bürgerbräukeller die Führungsbande der Nazis in die Luft sprengen wollte. Die Installation von Silke Wagner „8. November 1939“ erleuchtet feuerrot jeden Tag um 21.20 Uhr für 1 Minute, dem Zeitpunkt als die Bombe explodierte.

Das „Oberwasser-Kanalmuseum“ vor der AdbK von Andreas von Weizsäcker befindet sich noch an weiteren 4 Orten in der Stadt. Es sind Reliefbänder am Boden mit den Fußabdrücken von Kanalarbeitern. Hier wird das Unten nach Oben gekehrt.

Zwischen dem Eingang vom Nordbad und dem Stadtarchiv findet man Oculus historiae, oculus memoriae, oculus oblivionis ist ein vierteiliges Installationskunstwerk von Anne und Patrick Poirier.

Leider wird es durch die Schleißheimerstraße getrennt. Hier war die Kunst schneller, als die Bauplanung – es sollte dort mal ein Platz entstehen, daraus wurde aber nichts.

Geendet hat der Roadtrip im Petuelpark und den 12 Installationen internationaler Künstler, die Stephan Huber kuratiert hatte. Park und Kunst sind eine Einheit, die zum öfteren Verweilen einladen. Im Café Ludwig haben wir dann alle etwas ausgeruht, es war wirklich sehr heiß, und der jüngste Mitradler Leo setzte sich noch auf den wiehernden Esel „GO!“

von Pia Stadtbäumer und ritt gen Feuchtwanger Gymnasium.

Ein Ausflug mit Kind und Kegel ist lohnenswert:  https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/baureferat/freizeit-sport-natur/gruene-oasen/petuelpark.html

Text: HJH

Führung durch die Jahresausstellung der AdBK München
18. Juli 2018
AdBK_07-2018

Auch im Juli 2018 bot der Kunstclub13 die fast schon traditionelle Führung durch die Jahresausstellung der Akademie der Bildenden Künste München an. Das Vorstandsteam hatte zuvor in Zusammenarbeit mit ausstellenden Künstlern eine Vorauswahl an Positionen getroffen. Konkret besuchten wir die Installation „Gedenktafel“ von Paul Valentin im Foyer, die Klasse Hildebrandt mit Lou Jaworski, die Klasse Voigt/Grubinger mit Alessandra de Angelis und Niil Brig, die Soundinstallation der Armenierin Maria Matinyian im Untergeschoss sowie die digitale Installation „Phygitale Cyberorgane“ von Nena Cermak im Gartenhaus. Alle Teilnehmer genossen das hohe Niveau der besuchten Positionen sowie die positive Stimmung der Ausstellung.

Finissage der Ausstellung PERSPEKTIVEN 2018 mit Künstlergespräch
4. Juli 2018
perspektiven-finissage

Mit den beiden Preisträgerinnen und den nomierten KünstlerInnen Lou Jaworsky, Florian Lechner, und Andrea Zabric, fand am 04. Juli 2018 zum Abschluss der Ausstellung eine Gesprächsrunde zum Thema Perspektiven für junge Künstler statt. Bei Oliven und Wein gaben die Künstler Einblicke in die erste Zeit der Professionalität und berichten über Wünsche und Herausforderungen. Ergänzend dazu teilten Experten ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit den jungen Künstlern.

Diese Veranstaltung war die Finissage der gemeinsamen Ausstellung PERSPEKTIVEN von Kunstclub13 e.V. und Platform München, bei der alle fünf nominierten NachwuchskünstlerInnen bei freiem Eintritt in der Platform gezeigt werden.

„….da werden nicht viele kommen…“, war anfänglich so die Meinung.

Pustekuchen, gegen 19:30 Uhr saßen ca. 25-30 Menschen um den „runden-eckigen“ Tisch. Alle Nominierten waren da und Gäste, die noch nie gesehen worden waren. Trotz Blick in die untergehende Abendsonne moderierte Anne Götzelmann von der Platform locker, kompetent und souverän mit ihren Fragen, und plötzlich redeten alle miteinander. Die drei Künstlerinnen und die beiden Künstler sprachen auch von ihren Ängsten, was die Zukunft betrifft, waren sich aber alle sicher, dass sie den Sprung in die kommerzielle Welt meistern werden. „…ihr müßt euch vernetzen, vielleicht sogar einen Mentor suchen…“, das war der Appell des senioren Michael Tacke. Er war es auch, der dann ein wenig die Katze aus dem Sack ließ und über die Gründung vom KUNSTRAUM sprach. Damals war es ja ein Affront gegenüber dem Kunstverein München.

Beobachtet wurden auch neue Vernetzungen, und als HJ Heins um 22:15 Uhr ging, waren Anne, Michael Tacke und Christian Schubert noch immer in heftiger Diskussion. Alle fünf Nominierten waren hochzufrieden mit dem gesamten Prozess, von Beginn an bis zur lockeren Stimmung mit trotzdem ensthaften Themen gestern Abend.

Führung durch das Städtische Atelierhaus Baumstraße
30. Juni 2018
Baumstrasse

Das Atelierhaus Baumstraße ist im Gebäudekomplex einer ehemaligen Strickwarenfabrik im Glockenbachviertel untergebracht. Seit seiner grundlegenden Renovierung 1993/1994 befinden sich dort 23 Arbeitsateliers für Künstler. Die Landeshauptstadt München vergibt die Räume alle fünf Jahre in einem Juryverfahren an Münchner Künstlerinnen und Künstler zu günstigen Konditionen. Im Atelierhaus wird in den Bereichen Bildende Kunst, Architektur, Bühnenbild und Schmuck gearbeitet.

Die Künstlerin Melina Hennicker, die zusammen mit Michael Schmidt selbst ein Atelier in dem Künstlerhaus hat und 2017 für unseren Förderpreis „Perspektiven“ nominiert war, führte uns durch 5-6 ausgewählte Ateliers. Die besuchten KünsterInnen waren neben den oben genannten: Johanna Schelle, Thomas Breitenfeld, Susi Gelb, Niko Abramides & NE, Zita Schüpferling, Jiro Kamata, Federico Delfrati, Max Weisthoff und Paula Leal Olloqui.

Da an diesem Wochenende alle Ateliers geöffnet hatten, konnte jeder Teilnehmer anschließend individuell weiter herumstromern. Im Innenhof standen Tische und Bänke, um noch miteinander zu diskutieren und zu essen und zu trinken.

Kunstpreis PERSPEKTIVEN 2018 | Jurytermin und Preisverleihung
20. Juni 2018
PERSPEKTIVEN_2018

Ein Highlight unseres Jahresprogramms 2018 war die öffentliche Jurysitzung und anschließende Preisverleihung unseres 7. Förderpreises für junge Kunst am 20. Juni 2018 in der Platform.

Wie bereits in den letzten Jahren erfolgte die Preisverleihung in Kooperation mit der PLATFORM, fand aber in einem neuen Format statt: Unter dem Motto Perspektiven präsentierten fünf nominierte Nachwuchskünstlerinnen und -künstler einige ihrer bisherigen Arbeiten und geben darüber hinaus in kurzen Präsentationen Einblicke in zukünftige Projekte. Sie hatten also bei der Veranstaltung nicht nur Gelegenheit, Künstler und Jury „live“ zu erleben, sondern auch gleich eine Gruppenausstellung mit allen Positionen zu sehen.

Dieses Jahr waren folgende Künstler am Start:
  • Lea Grebe
  • Lou Jaworski
  • Florian Lechner
  • Frauke Zabel
  • Andrea Zabric

Der Förderpreis hat einen Gesamtwert von EUR 6.500. Die jährlich wechselnde Fachjury besteht diesmal aus folgenden Personen:

  • Prof. Dr. Burcu Dogramaci, Professorin für Kunst des 20. Jahrhundert und der Gegenwart, Ludwig-Maximilians-Universität
  • Dr. Cornelia Gockel, Kuratorin für Medienkunst, Sammlung Goetz
  • Anja Kaehny, Art Consultant (ehem. Espace Louis Vuitton)
  • Uli Kopp, Sammler
  • Prof. Dr. Florian Matzner, Kunstwissenschaftler und Kurator, Akademie der
    Bildenden Künste

Auch das Publikum hatte an diesen besonderen Abend eine Stimme. Während die Jury über den Preisträger beriet, konnten die Gäste bei Schnittchen und Getränken mit den Künstler ins Gespräch kommen und die Publikumssiegerin bestimmen. Wie schon im Jahr zuvor hatte Andreas Wiede-Kurz (Wiede-Fabrik) diesen mit 500 Euro dotierten Publikumspreis gestiftet.

Die Ausstellung lief bis 04. Juli 2018. Am Abend dieses Tages gab es eine Finissage mit einem Künstlergespräch.
Besuch beim Espace Louis Vuitton | David Claerbout
16. Mai 2018

Auf Einladung des Teams des Espace Louis Vuitton München konnte der Kunstclub13 eine Führung in diesem außergewöhnlichen Kunstort durch die Ausstellung von David Claerbout anbieten. Durch die Ausstellung führte Sarah Haugeneder, Leiterin des Espace München. Im Anschluss gab es einen Umtrunk im Espace.

Mit der neuen Ausstellung Erzähl mir das Ende würdigte der Espace Louis Vuitton München das Schaffen des belgischen Künstlers David Claerbout. Die Schau fand im Rahmen des „Hors-les-murs“-Programms der Fondation Louis Vuitton statt, das die Zielsetzung verfolgt, noch nicht gezeigte Arbeiten ihrer Sammlungsbestände in den Espaces Louis Vuitton in Tokio, München, Venedig und Peking auszustellen und somit den Auftrag erfüllt, ambitioniert kuratierte,  internationale Projekte zu realisieren und diese einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

1969 in Kortrijk, Belgien, geboren, wurde David Claerbout am Nationaal Hoger Instituut voor Schone Kunsten in Antwerpen und anschließend an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam ursprünglich zum Maler und Zeichner ausgebildet. Seitdem ist er dazu übergegangen, Werke zu schaffen, die aus einem einzigartigen Ineinanderfließen von Fotografie, Film und Malerei bestehen. Zunehmend begann sich Claerbout aufgrund seiner Recherchen über die Eigenschaften von Fotografie und Film für den Faktor Zeit zu interessieren.

Indem er Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu atemberaubenden Momenten zeitlicher Elastizität verschmelzen lässt, repräsentieren seine Arbeiten tiefgründige und bewegende philosophische Betrachtungen unserer Wahrnehmung von Zeit und Realität, Erinnerung und Erfahrung, Wahrheit und Fiktion. Indem dies durch die Anordnung der Bildelemente, Bildsequenzen, Licht, Geschwindigkeit, Sprache, Musik und Ambient-Sound, sowie das Umfeld der Installation und die verwendete Technik transportiert wird, rufen David Claerbouts eindringlich sinnlichen Kompositionen neue Formen der Wahrnehmung, der eigenen Erwartungshaltung, der Einsicht und der Erinnerung hervor.

In den frühen 1990er Jahren prägte der Filmtheoretiker Raymond Bellour den Begriff „entre-images“ oder „Bilderzwischenraum“, um sich jenen Hybridbildern annähern zu können, die im Grenzbereich zwischen Fotografie, Film und Video oszillieren. Heute ließe sich der Begriff bestens auf Claerbouts Schaffen anwenden. Dessen Praxis kann einprägsam anhand von The Algiers’ Sections of a Happy Moment (2008) studiert werden, wo die Zeit zwar aufgehoben ist, die Fragmentierung des Raums jedoch – die Multiplizierung von Standorten und Bildausschnitten – eine Zeitverzögerung erzeugt. Hier ist man als Zuschauer(in) allwissend und kann eine Handlung im selben Augenblick aus den verschiedensten Blickwinkeln wahrnehmen. Eine weitere entscheidende Ebene in Claerbouts fotografischen Videoarbeiten stellt der Ton dar. Claerbout bezeichnet sein Werk wiederholt als „in Video eingebettete Audiostücke“. Bei Travel (1996-2013) handelt es sich um eine Arbeit, die von ihrem Soundtrack inspiriert und letztendlich aus ihm hervorgegangen ist – nämlich aus einer synthetisierten, therapeutischen Partitur des französischen Komponisten Eric Breton, die ursprünglich stressreduzierend und schlaffördernd wirken sollte.

Der Espace Louis Vuitton München freut sich, diese beiden emblematischen Werke aus dem Sammlungsbestand präsentieren zu dürfen, exemplifizieren sie doch Claerbouts künstlerische Praxis, deren ambivalente Position zwischen Fotografie und Kino ein komplexes Spiel mit der menschlichen Wahrnehmung und Zeiterfahrung in Gang setzt und in kompromisslos kontemplative Videoinstallationen mündet.

Zum Künstler

David Claerbout (* 1969, Kortrijk, Belgien) lebt und arbeitet in Antwerpen (Belgien) und Berlin. Sein Oeuvre war Gegenstand von Einzelausstellungen im Centre Pompidou, Paris, Frankreich; im Dundee Contemporary Arts, Dundee, Schottland; im Van Abbemuseum, Eindhoven, Niederlande; SF MOMA, San Francisco, USA; De Pont Museum, Tilburg, Niederlande; WIELS, Brüssel, Belgien; Städel Museum, Frankfurt, Deutschland; Schaulager Basel, Schweiz; sowie im Centro Gallego de Arte Contemporáneo, Santiago di Compostela, Spanien. Seine Arbeiten bildeten Teil der von Harald Szeemann kuratierten Ausstellung Belgique Visionnaire im Palais des Beaux-Arts, Brüssel, Belgien; und wurden ebenfalls gezeigt im MonteVideo, Amsterdam, Niederlande; im Museum of Contemporary Art, Chicago, USA; in der Kunsthalle Wien, Wien, Österreich; im S.M.A.K. Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Ghent, Belgien; im Centre pour l’image Contemporaine, Genf, Schweiz; im M HKA Museum of Contemporary Art, Antwerpen, Belgien. Er nahm ebenso Teil an den Biennalen in São Paolo, Sydney und Moskau.

Zur Fondation Louis Vuitton

Als dem öffentlichen Interesse verpflichtete Institution widmet sich die Fondation Louis Vuitton ausschließlich der zeitgenössischen Kunst sowie den Strömungen des 20. Jahrhunderts, die diese maßgeblich beeinflussten. Die eigene Sammlung der Fondation und die von ihr organisierten Ausstellungen folgen der Zielsetzung, Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das vom Architekten Frank Gehry entworfene Gebäude der Fondation verkörpert deren zukunftsweisendes künstlerisches Statement und gilt schon jetzt als emblematisches Beispiel der Architektur des 21. Jahrhunderts. Seit der Eröffnung im Oktober 2014 durfte die Fondation Louis Vuitton jährlich mehr als eine Million Besucher aus Frankreich und aller Welt begrüßen. Die der Fondation zuteil gewordene internationale Anerkennung ihrer künstlerischen Ausrichtung manifestiert sich auch im Besucherrekord der Ausstellung Ikonen der Moderne: Die Sammlung Schtschukin (Oktober 2016 bis März 2017), die in sechs Monaten mehr als 1,2 Millionen Besucher zählte.

Von Anfang an hat die Fondation Louis Vuitton internationale Projekte angekündigt – sowohl am Standort in Paris selbst als auch in Partnerschaft mit öffentlichen und privaten Institutionen, mit weiteren Stiftungen und Museen. In diesem Kontext widmen sich die der Fondation assoziierten Kunsträume – die Espaces Louis Vuitton – in München, Venedig, Peking und Tokio der Sammlungspräsentation der Fondation. Die unter der künstlerischen Leitung der Fondation organisierten Ausstellungen sind der Öffentlichkeit bei freiem Eintritt zugänglich und ihre Programmatik ist Bestandteil des Kulturengagements des Hauses.

Homepage Espaces Louis Vuitton

Führung durch die Ausstellung „Generations“ in der Sammlung Goetz
3. Mai 2018
Sammlung_Goetz

Die Ausstellungshalle im Garten der Sammlerin Ingvild Goetz zu betreten, die vor 25 Jahren von den Architekten Herzog und DeMeuron entworfen wurde, ist immer wieder ein Erlebnis. Und das auch schon, bevor man die jeweilige Ausstellung betrachtet.

Die Sammlung Goetz feiert 2018 ihr 25-jähriges Bestehen mit einer dreiteiligen Ausstellung, die sich dem künstlerischen Schaffen von Frauen widmet.

Durch den ersten Teil von „Generations“ führte uns der Hauptkurator Karsten Löckemann mit der von ihm gewohnten Leidenschaft. Zusammengestellt sahen wir eine interessante Mischung jüngerer aber auch älterer Künstlerinnen, mit engagierten gesellschaftlichen und politischen Aussagen. Und große Namen sind in der Sammlung vertreten, Carla Accardi, Geta Brătescu, Lucy Dodd, Ellen Gallagher, Katharina Grosse, Jennifer Guidi, Haegue Yang, Jenny Holzer, Barbara Kasten, Yayoi Kusama, Rebecca Morris, N. Dash, Paulina Olowska, Carol Rama, Pipilotti Rist, Sister Mary Corita Kent, Jessica Stockholder, Rosemarie Trockel, Pae White, Andrea Zittel.

Unglaublich, welche Schätze die Sammlerin zusammengetragen hat, und was wohl noch alles im Depot liegt. Löckemann sprach von über 5.000 Arbeiten.

Auf den Teil 2 von „Generations“ im Haus der Kunst und den Teil 3, wieder in Oberföhring, darf man sehr gespannt sein.

Zu Besuch im Kunst Block Balve
15. März 2018
Kunst_Block_Balve

KLAUS VON GAFFRON GEGEN DEN REST DER WELT

Am 15. März 2018 fanden wir uns ein zu einer Führung durch eine Ausstellung, die der Künstler Frank Balve, Preisträger des Kunstclub13 Förderpreises 2012, zusammen gestellt hatte.

Ausschnitte aus der Realität, Definition von Farbräumen. Der im vergangenen Jahr verstorbene Künstler Klaus von Gaffron arbeitete über 35 Jahre lang mit Aufnahmen aus der ihn umgebenden Welt, ohne Manipulation oder Nachbearbeitung am Computer. Trotzdem ist das Subjekt der Fotografie für den Betrachter nie richtig definierbar – gerade das macht den Reiz seiner Arbeiten aus.

In der Ausstellung wurden seine „Fotobilder“ den Arbeiten 63 weiterer Münchner Künstler gegenüber gestellt, mit einer erstaunlichen Bandbreite von Medien und Präsentationsarten. Konfrontation, Herausforderung, Duell, oder miteinander, füreinander, zusammen? Das sollte jeder Besucher für sich selbst entdecken, auf jeden Fall erwartete ihn eine spannungsreiche und vielfältige Darbietung.

Text: Carolin Koch, freie Kunsthistorikerin

AUSSTELLENDE KÜNSTLER

Klaus von Gaffron | Sonja Allgaier | Nicola Arthen | Frank Balve | Gabi Blum | Daniel Bräg | Thomas Breitenfeld | Judith Egger | Manuel Eitner | Empfangshalle | Daniel Engelberg | Beate Engl | Karen Michiko Ernst | Leonie Felle | Florian Froese-Peeck | Lisa Geller | Maximilian Geuter | Ben Goossens | Alison Grimm | Raphael Grotthuss | Emanuel Guarascio | Lukas Hoffmann | Michael Hofstetter | François Huber | Paul Huf | Jessica Kallage-Götze | Bianca Kennedy | Nico Kiese | Victor Kraus | Langund Troia | Christian Leitna | Kalas Liebfried | Michael Lippmann | Daniel Man | Nina Annabelle Märkl | Boris Maximowitz | The Swan Collective | Torsten Mühlbach | Ole Müller | Gregor Passens | Rosanna Marie Pondorf | Dieter Rehm | Viola Relle | Ivo Rick | Isabel Ritter | Felix Rodewaldt | Thomas Silberhorn | Simon Sternal | Sophia Süßmilch | Thomas Thiede | Magnus Thorén | Elina Uschbalis | Malte Wandel | Dominik Wandinger | Joseph Wandinger | Raphael Weilguni | Anthony Werner | Felix Leon Westner | Marian Wiesner | Tim Wolff | Sandra Zech | Pio Ziltz | Maximilian Zuzak

Die Führung erfolgte durch Frank Balve.

Führung durch die Diplomausstellung an der AdBK
10. Februar 2018
AdBK MUC 02-2018

Auch dieses Jahr boten wir wieder einen Streifzug durch ausgewählte Positionen der Absolventen in diversen Klassen der Akademie der Bildenden Künste München an. Auswahl und Führung übernahmen Dr. Susanna Ott und Dr. Arnold Lösler vom Vorstand des Kunstclub13.

Die Führung war eine absolut gelungene Veranstaltung und sicherlich wieder ein starker Imagegewinn für unseren Kunstclub. Wir haben eine Gruppe von fast 40 Mitgliedern und Gästen zu 10 ausgewählten Positionen unter den mehr als 80 Diplomexponaten führen können. Die Gruppe blieb trotz ihrer Größe ohne nennenswerte Verluste über 2,5 Stunden (!) beieinander. Susanna hatte als diesjähriges Jurymitglied eine abwechslungsreiche Vorauswahl getroffen: Konzept/Skulptur (Anne Seiler, Sandra Bejarano, Lea Grebe), Video (Bianca Kennedy), Malerei (Gülbin Ünlü, Hell Gette, Lola Sprenger, Andrea Zabric) und Performance (Max Weisthoff, Frauke Zabel).

Ausgezeichnetes Feedback, das Format funktionierte wieder sehr gut.

Atelierbesuch bei Veronika Veit
5. Dezember 2017
Veronika Veit Studio

Warm und kuschelig war es im Atelier von Veronika Veit…….und jeder Besucherstuhl ein Unikat

Der Abend war ein Rundgang durch den bildhauerischen, teilweise rätselhaften Kosmos von Veronika, und natürlich die preisdekorierten Videos „Im Bunker“ und „Faust“.

Mit dem Projekt „Im Bunker“ gelingt es Veronika Veit in einer Zeit, in der es zunehmend um Individualisierung statt um Gemeinschaft geht, in der Schlagworte wie Selbstverwirklichung und Selbstoptimierung bereits im Kindergarten Thema sind, zu stören, aufzurütteln und zu provozieren.

Die Künstlerin setzt sich äußerst kritisch mit unseren Beziehungen zu Alltagsobjekten und Mitmenschen auseinander; einzigartig sind ihre Werke durch die vielfältigen auch historischen Beziehungsebenen, den intelligenten Humor und ihr genaues Beobachten menschlichen Verhaltens.

Es war ein spannender, aber auch ein lustiger Abend, weil wir Gäste immer auch wieder uns selbst reflektieren konnten.

IM BUNKER – Veronika Veit

Besuch der Künstlerateliers am Heizkraftwerk Süd
18. November 2017
Künstlerateliers Heizkraftwerk Süd

WIR WOLLEN BLEIBEN

Diese Plakate hängen überall auf dem Gelände des ehemaligen Heizkraftwerkes der Stadtwerke München. Die über 300 Mieter, Kleingewerbe und Künstler des HP8, wollen sich nicht durch die Zwischennutzung des Gasteig verdrängen lassen. Wenn man das Gelände gesehen hat, kann man das wohl verstehen. Und mittlerweile sind die Chancen gar nicht so schlecht. Das Architekturbüro CBA, das ebenfalls ein Büro dort hat, legte Pläne vor, die den Mietern das Bleiben ermöglichen würden. Danach erhält der Gasteig lediglich die alte Turbinenhalle und das Eingangsbüro. Die restlichen noch notwendigen Gebäude will man danach in Containern auf den Freiflächen unterbringen. Es eilt! Schon am 13. Dez. will der Stadtrat darüber entscheiden.

Natürlich haben wir uns auch die unter Denkmalschutz stehende Turbinenhalle angeschaut, aber vorher waren von Sybille Rath in ihrem Atelier empfangen worden. Da hingen dann auch schon die 4 sehr eindrucksvollen Portraits, die sie für die Jahresgaben 2017 des Kunstvereins München gemalt hat. Anschließend ging es durch die Halle eines Restaurators für Oldtimer zu den sechs anderen Künstlern, die für uns ihre Ateliers geöffnet hatten. Christoph Lammers ( Zeichnung, Malerei), Wolfgang Aichner (Objekte, Installation), das ist der, der mit seinem Künstlerfreund Thomas Huber ein rotes Boot über die Alpen nach Venedig gezogen hatte und es in einem Kanal absaufen ließ, vor 4 Jahren während der Biennale. Doris Hahlweg (Malerei), Susanne Pittroff (Objekte), die sehr oft im öffentlichen Raum in München zu sehen sind,  Martin Schneider (Bildhauerei) und Eva Schöffel mit beeidndruckenden Fotos und Installationen.

Hoffen wir auf eine gute und nachhaltige Gesamtlösung für den Gasteig und die Künstler.

Wieder eine Entdeckung, die Künstler und Künstlerinnen, ihre Werke und die umkämpfte Location.

Herzlichen Dank an Sibylle Rath für den spannenden Nachmittag.

Führung durch die Kunst im HVB Tower
24. Oktober 2017

Seit 2016 ist der HVB-Tower am Arabellapark die komplett energieeffizient sanierte Unternehmenszentrale der HVB. Auch die Kunstsammlung der HVB hat im Tower ihren Platz gefunden. Über 100 Kunstwerke erzählen nach Themenschwerpunkten und Schlüsselwerken geordnet die Geschichte einer der bedeutendsten europäischen Corporate Collections.

Frau Jeehye Kim führte uns durch den Tower. Die Tour endete eindrucksvoll im „Sky Room“.

18.10. -12.11. 2017: Ausstellung „Der Bau“ in der Platform
20. September 2017

Eine Rauminstallation von Andreas Peiffer
Gewinner des Förderpreises für junge Kunst des Kunstclub13 e.V. 2017

„Ich habe den Bau eingerichtet und er scheint wohlgelungen. Von außen ist eigentlich nur […]“

Vernissage: Mittwoch, 18. Oktober, 19 Uhr
Begrüßung Benedict Rodenstock, Kunstclub13 e.V.
Elisabeth Hartung und Sophia Plaas, PLATFORM

Finissage mit Filmscreening: Sonntag, 12. November, 11 Uhr
Mit dem Kurzfilm-Programm SCHICHTENDE, zusammengestellt von den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen

Ausstellungsdauer: 19. Oktober – 12. November 2017
Ort: Halle der PLATFORM München.

Am Mittwoch, dem 18. Oktober 2017 um 19 Uhr, wird in der Halle der PLATFORM die ortsspezifische Installation DER BAU von Andreas Peiffer eröffnet, der heuer mit dem Preis für junge Kunst des Kunstclub13 e.V. ausgezeichnet wurde. Mit einem technisch gewagten Ausstellungskonzept überzeugte Peiffer die Jury im April bei der Präsentation der fünf nominierten Positionen.

Inspiriert von der unvollendeten Erzählung Der Bau von Franz Kafka entwickelt Andreas Peiffer für die PLATFORM, die ehemals industriell genutzt wurde, einen raumgreifenden Einbau aus Teilen einer fünf Tonnen schweren Behelfsbrücke aus Stahl. In Anlehnung an Kafkas Schilderungen, in denen sich ein Tier zum Schutz vor Feinden einen komplexen unterirdischen Bau gräbt und zwanghaft ausbessert, beschäftigt sich Peiffer mit dem Verhältnis zwischen Raum, Funktion und Betrachter_in. Wie im Text von Kafka kann auch im Entwurf von Andreas Peiffer Architektur als Metapher menschlicher Bedürfnisse nach Stabilität, Schutz und Sicherheit genauso wie für Gefühle der Beklemmung und Entfremdung gelesen werden. Mit seinem Konzept will Peiffer nicht nur auf physischer Ebene radikal in den Ausstellungsraum eingreifen, sondern auch unseren generellen Umgang mit Räumen und wie wir uns darin bewegen, hinterfragen.

Andreas Peiffer (geb. 1982 in Marktheidenfeld) ist ausgebildeter Bildhauer und studierte Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Elisabeth Wagner sowie an der AdbK München bei Julian Rosefeldt und Olaf Metzel, bei dem er Meisterschüler war. 2015 erhielt Andreas Peiffer u.a. den Bayerischen Kunstförderpreis sowie verschiedene In- und Auslandsstipendien. Peiffer ist mit seinen Arbeiten bereits in mehreren Einzel- und  Gruppenausstellungen zu sehen gewesen, u.a. in Bremen, Detroit, Hamburg, Kiel, London und München.

Galerietour zur OpenArt 2017
9. September 2017

S.M.S, shit must stop, eine neue Initiative junger Galeristen begleitete uns den ganzen Nachmittag.

Das begann schon bei Tanja Pol, da lief uns gleich der Künstler und Professor Gregor Hildebrandt mit seiner Freundin Alicja Kwade über den Weg, und machte Werbung für seine abendliche Performance zur Auftaktveranstaltung des S.M.S Vereins, im U-Bahn Zugang Münchener Freiheit. Einige der Teilnehmer an unserem Rundgang traf man dann dort auch tatsächlich wieder.
Durch die excellente Vorbereitung von Sophia Plaas ließ sich das etwas spätere Kommen von Tanja gut überbrücken. Gezeigt wird Martin Wöhrl, und Ausgangspunkt von Wöhrls künstlerischer Praxis ist die Auseinandersetzung mit Raum, Mass und Volumen im Sinne der klassischen Bildhauerei. Reduziert, karg und sehr spannungsreich.
Dann ging es um die Ecke zu Sabine Knust und sehr freundlich begrüßt von ihrem Parnter Matthias Kunz. Gezeigt werden sehr emotionale Malereien von Ika Huber, der Witwe von Günther Förg und Baselitz Schülerin. Aber auch mehr über den internationalen Verlag und die Editionsarbeiten der Galerie zu hören, war ein Erlebnis, und das wussten einige zu wenig. Aber auch hier SMS, Matthias gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Er machte auch noch Werbung für die Performance von Naneci Yurdagül um 17 Uhr, den er in der Dependance knust x kunz + ausstellt. Naneci muß man sich in der Tat merken, ziemlich verrückt, lustig, hintergründig und richtig gut.

Dann auf in die Türkenstraße, vorbei an den leeren Galerieräumen der verstorbenen Christa Burger, zu Klüser2. Herzlich empfangen wurden wir von Nina Neuper, der Direktorin bei Klüser, und man ahnt es schon, das nächste Mitglied des S.M.S Vereins. Auch sie erzählt etwas über die lange Historie der Galerie. „Ohne Bernd Klüser wäre Beuys nie nach München gekommen.“ Zu sehen sind großartige Arbeiten von Gregor Hildebrandt. Es ist die künstlerische Auseinandersetzung mit analogen Tonträgern. Audio- und Videobänder werden direkt auf Bildträger aufgetragen. Der Künstler schafft klare, reizvolle Arbeiten mit einem starken haptischen Charakter. Obwohl man nichts hört, es klingt überall. 
Seit Freitag gibt es eine neue Galerie neben Jo van de Loo und knust x kunz, die Galerie von Susan Bountwell. Sie hatte über 20 Jahre eine Galerie in Sidney und ist jetzt nach München gezogen. Als geborene Düsseldorferin wollte sie irgendwie zurück in die Heimat, na ja, und daraus ist dann München geworden. Ihr Programm werden Künstler aus Australien und Neuseeland, aber auch aus München sein. Sie zeigt Peter Daverington, der sehr plakativ mit surrealistischen Motiven á la Chirico spielt. Peter: „ich male halt gerne….“. Peter begann als street-art Künstler.
Mehrere Galeristen stellten einen Rückgriff auf die 50/60/70er Jahre aus.

Also dann doch richtig eintauchen in die Vergangenheit. Wir gingen zu Marie-José van de Loo, der Tochter des berühmten Galeristen uns Sammlers Otto van de Loo. In ihrem Projektraum zeigt sie Helmuth Sturm, einem Gründungsmitglied der Münchener Gruppe SPUR. Die künstlerischen, literarischen, gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge der Zeit schilderte sie sehr eindringlich und lebhaft. Und es war kaum zu glauben, die Gruppe von über 25 Teilnehmern blieb bis zum Schluss zusammen und hatte offensichtlich Spaß an den Mix von Künstlern und Strömungen über einige Dekaden hin. 

Ach ja, bei der S.M.S. Party am Abend waren alle üblichen Verdächtigen wieder versammelt, auch Teile unserer nachmittäglichen Gruppe. S.M.S. will die Münchener Galerienszene stärker internationalisieren und sucht weltweit Partnergalerien, aber auch Institutionen und private Sammlungen die sich beteiligen. In den nächsten Monaten wird ein Konzept dieser Vernetzung erstellt und in einem Jahr soll alles Realität werden. Ich kann mir vorstellen, dass wir ihnen in unserer Montagsrunde dafür auch eine Plattform bieten können, wenn es denn ein erstes Konzept gibt. Die Bereitschaft jedenfalls war für Nina, Matthias und Johannes Sperling groß. Die Galerienszene in München kommt offensichtlich in Bewegung, gut wäre es. Mal schauen, wie es in einem Jahr aussieht, der 30sten Ausgabe von OPENart. Konkurrenz belebt das Geschäft. „Stoppt den Mist“ titelt Evelyn Vogel an diesem Wochenende in der SZ.

Führung durch die Jahresausstellung 2017 in der Akademie
29. Juli 2017
AdBK München Jahresausstellung

Auch im Juli 2017 boten wir eine Führung durch die Jahresakademie der Akademie der Bildenden Künste München an. Vorbereitung und Führung erfolgen diesmal durch die Vorstandsmitglieder des Kunstclub13 Dr. Susanna Ott, Hans-Joachim Heins und Dr. Arnold Lösler mit Unterstützung von Angelika Stiegler von der AdBK.

Folgende Positionen wurden besucht:

  • Shriley Cambonie „À la mémoire“ (Klasse Pitz, Fassade) * Preis des Akademievereins 2017
  • Klasse Rosefeldt „Utopium“ (Bibliothek, Litfaßsäule: Installationen und Performanceprogramm) *Preis des Akademievereins 2017
  • Klasse Hildebrandt VIP Raum
  • Stela Vula (Klasse Huber, Videogame)
  • Klasse Huber: EG und UG
  • Gemma Meulendijks, Performance „an act of restauration and conservation“
  • Maria Matinyan „NMM-Zone: Natur-Maschine-Mensch-Zone“ (u.a. Klasse Rosefeldt, Garten)
Besuch in der Wiede-Fabrik
15. Juli 2017
Wiede-Fabrik

Im Jahr 1928 errichtete der Firmengründer Gottfried Wiede auf dem knapp drei Hektar großen Gelände eine Fabrikations-Stätte zur Herstellung von Acetylen, einem ungiftigen Gas, das zusammen mit Sauerstoff zum Schweißen verwendet wird. Durch den Aufschwung während der Wirtschaftswunderjahre wuchs die Produktion und die Gasflaschen fanden weltweiten Absatz. Im Jahr 1985, nach fast sechzig Jahren Produktion im Familienbetrieb, wurde der Konkurrenzdruck jedoch zu groß und die Gründerfamilie entschloß sich zur Stilllegung.

Der Eigentümer und Stammhalter der Gründerfamilie, Andreas Wiede-Kurz, betreibt seit 1992 nachhaltig die Entwicklung der Fabrik zu einem Ort, an dem Künstler frei Raum gestalten und Kunst schaffen können. Im Sommer 1995 traten die Künstler der alten Wiede-Fabrik erstmals in einer großen Gemeinschaftsausstellung an die Öffentlichkeit.

Die Zukunft wird von verstärkten Aktivitäten geprägt sein und die Wiede-Fabrik als langfristiges Modell der privaten Förderung von zeitgenössischer, bildender Kunst fest etablieren. Der Förderer und „Ermöglicher“ Andreas Wiede-Kurz setzt damit auf eigene Art die Tradition der Familie Wiede fort, Nachhaltigkeit im besten Sinne des Wortes als Wert zu etablieren. Sein Medium hierfür ist die Kunst.

Andreas Wiede-Kurz selbst führte uns zu einigen ausgesuchten  Positionen. Wer Lust und Muße hatte, konnte dann noch weitere der ca. 30 Ateliers erkunden. Anschließend konnte man im Bistro den Nachmittag ausklingen lassen.

Wiede-Fabrik Website

Führung 14. RischArt_Projekt: PARASYMPATHIKUS
1. Juli 2017
RischART_Paraympatikus

„Ruhe mitten in der Stadt, ist das überhaupt möglich?“. Um Antworten auf diese zentrale Frage zu finden, hatte die Kuratorin Katharina Keller sechs KünstlerInnen eingeladen, das diesjährige Ausstellungsthema zu interpretieren.

Bereits seit 1983 gehen die RischArt_Projekte immer wieder neue Wege, um Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen. 2017 wurde das 14. RischArt-Projekt, eingebettet in die besondere Atmosphäre des Kunstareals, für drei Wochen zum urbanen Ruhepol, Ort der entspannten Kommunikation und Zerstreuung, ein temporärer Kunstort mitten in der Stadt.

Beteiligte KünstlerInnen: Wolfgang Ellenrieder, Beate Engl, Alexandra Hendrikoff, Vincent Tavenne, Ina Weber, Martin Wöhrl.

Die Führung erfolgte durch die Kuratorin Katharina Keller.

Münchner Zukunftsland gleich hinterm Ostbahnhof: Werksviertel und whiteBOX
13. Mai 2017

Auf die Partylöwen folgen die Schafe:

Auf dem ehemaligen Gelände des Kunstparks-Ost entstanden Lofts, Büros und Restaurants und über 30 Ateliers in der whiteBOX. Sogar eine Blumenwiese auf dem Dach mit einer Schafherde ist geplant.

Das sogenannte Werk 3 war in früheren Zeiten wesentlicher Bestandteil der Kartoffelknödel-Fabrik der Firma Pfanni. Es blieb in seinen Grundstrukturen erhalten, wurde aber vollständig modernisiert, aufgestockt und erweitert.

Ein spannendes Projekt mit seinem rauen Industrie-Charme. Und gleich nebenan wird demnächst das Konzerthaus-München gebaut werden, wenn dann mal alle Bewerber die Architektur-Ausschreibung abgegeben haben.

Die Künstlerin Patricia Wich führte uns durch mehrere Ateliers, natürlich auch durch ihr eigenes. Dort konnten wir das Modell einer Arbeit für eine neue Schule auf dem Domagkgelände bewundern. Die Arbeit muss sie am kommenden Wochenende installieren und die Kinder werden viel Spaß beim Klettern und Versteckspielen haben. Danke an alle, die am Samstag Nachmittag für unsere Gruppe ihre Türen geöffnet haben. Neben Patricia waren es Stephanie Maier, Gregor Passens, Johannes Wende, Matias Becker, Robert Weissenbacher, Sinon von Stietencron, Matthias Fucks und Youjin Yi. Einen Eindruck, auch aller anderen Positionen, findet man hier:

http://www.whitebox-muenchen.de/kuenstler/

Zum Schluß führte uns die Künstlerin Judith Egger noch duch ihre Ausstellung URSPRUNG/ORIGINS – eine Versuchsannäherung über die Selbstorganisation der Materie und die Entstehung des ersten Lebens auf der Erde. Das ist ein interdisziplinäres Projekt im Dialog der Künstlerin mit dem Biophysiker an der LMU, Prof. Dieter Braun. Richtig spannend und auch lustig, zumal Judith zum Schluß auch noch die Urknallbrille aufsetzte.

Jurytermin für den Kunstclub13 Förderpreis 2017
5. April 2017

2017 vergab der Kunstclub13 e.V. zum sechsten Mal einen Förderpreis für junge Kunst im Gesamtwert von 6.500,- EUR – wie bereits in den letzten drei Jahren wieder in Kooperation mit der PLATFORM. Preisträger der vergangenen Jahre waren die Künstler Sarah Lehnerer, Franz Wanner, Anna McCarthy, Frank Balve und Emilia Scharfe.

Insgesamt fünf Kandidaten wurden innerhalb eines Auswahlprozesses zur Prämierung vorgeschlagen. Die Kuratoren Bernhart Schwenk (Pinakothek der Moderne) sowie Eva Huttenlauch (Lenbachhaus) wurden gebeten, dafür jeweils einen Kandidaten zu nominieren. Die übrigen Kandidaten wurden in einem internen Auswahlverfahren durch den Vorstand des Kunstclub13 nominiert:

Jury

Die Auswahl des Preisträgers erfolgte durch die in diesem Jahr wie folgt besetzte Jury:

  • Dr. Elisabeth Lörcher, Sammlerin, nahe München
  • Sabine Reithmaier, Süddeutsche Zeitung, München
  • Dieter Rehm, Präsident der Akademie der Bildenden Künste, München
  • Susanne Touw, Kuratorin für Medienkunst, Sammlung Goetz, München
  • Annette Vogel, Kunsthistorikerin und Kuratorin, München

Ablauf

Die Kandidaten stellten ihr Konzept für die Ausstellung im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit einer 15 bis 20-minütigen Präsentation der Jury vor. Neben dem Ausstellungskonzept sollte der Kandidat der Jury möglichst auch einen allgemeineren Einblick in seine Arbeit geben. Anschließend zieht sich die Jury zur nicht-öffentlichen Beratung zurück. Die Verkündung des durch die Jury ermittelten Preisträgers erfolgte am gleichen Abend. Der Sieger des Wettbewerbs würde die prämierte Arbeit realisieren und ab November 2017 in den Räumen der PLATFORM ausstellen.

Publikumspreis

Im Rahmen der öffentlichen Jurysitzung wurde zudem auch ein Publikumspreis vergeben, der mit 500,- EUR dotiert war. Der Preis wurde gestiftet von Andreas Wiede-Kurz (Wiede-Fabrik). Die geheime Abstimmung und Bekanntgabe erfolgte im Anschluss an die Präsentationen.